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ProF@THGAProfessors for the Future - Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal an der THGA

Die THGA hat ein strategisches Konzept zur Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal erarbeitet und setzt in der Laufzeit vom 01.04.2021 bis 31.03.2027 die eingeworbenen Fördergelder aus dem Bund-Länder-Programm "FH-Personal" in verschiedenen Einzelmaßnahmen ein. Hauptziel ist, zukünftig alle Professuren rechtzeitig und mit bestmöglichen Personal zu besetzen. Zusammen mit sieben Kooperationspartnern soll dieses übergeordnete Ziel, aber auch viele weitere umgesetzt werden.

Wie andere Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) gewinnt die THGA ihr professorales Personal größtenteils aus Wirtschaftsunternehmen, da Berufserfahrung außerhalb der Hochschule eine wesentliche Voraussetzung für die Übernahme einer HAW-Professur ist. Der Wettbewerb um die besten Köpfe wird sowohl durch attraktive Arbeitsbedingungen in der Wirtschaft – besonders für Ingenieurinnen und Ingenieure – als auch die große Hochschuldichte im Ruhrgebiet stark beeinflusst.

Zentrale Themenfelder des Projekts "ProF@THGA" sind daher, neue Qualifizierungs- und Rekrutierungswege für professorales Personal zu ebenen, den wissenschaftlichen Nachwuchs im eigenen Haus zu fördern, Karrierewege hin zur HAW-Professur zu etablieren, die Attraktivität der THGA als Arbeitsort zu steigern, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern sowie die Diversität innerhalb der Professorinnen und Professoren zu fördern.

Projektaktivitäten

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Mit der Förderung zusätzlicher Promotionsstellen werden nicht nur kooperative Promotionen in Zusammenarbeit mit Universitäten gestärkt; die Promotion unter dem Dach des Promotionskollegs NRW soll gleichermaßen erprobt werden. Das Projekt schafft eine übergeordnete Dachstruktur für alle Promovierenden der Hochschule, die u. a. der überfachlichen Qualifizierung und der Vernetzung dient. Zudem stärkt es die Position der Promovierenden insgesamt.

Eine zusätzliche Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses bietet das Promovierenden-seminar. Es dient zur strukturierten Begleitung der Doktorand:innen der THGA, während und nach ihrer Promotion. Im Rahmen dieser Struktur werden Netzwerkveranstaltungen, promotions-begleitende Weiterbildungen und überfachliche Qualifizierungsangebote angeboten.

Für die Sichtbarkeit der Gruppe werden zwei Sprecher:innen gewählt, um die Interessen der Doktoranden als offizielles Sprachrohr zu vertreten. Die neugewählten Promovierenden-sprecherinnen sind Julia Haske und Myo Thiri Kyaw.

Postdoc-Tandems – Karriereweg zur HAW-Professur

Künftig werden vier Postdoc-Stellen im Tandem mit unterschiedlichen Kooperationspartner besetzt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden zur einen Hälfte an der Hochschule beschäftigt, zur anderen in einem Unternehmen. So ist es möglich, parallel außerhochschulische Berufserfahrung zu sammeln und sich wissenschaftlich weiterzuqualifizieren. Ein erstes Postdoc-Tandem konnte mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum gestartet werden, weitere Kooperationen folgen in Kürze.


Erhöhung der Attraktivität der HAW-Professur

Die THGA hat sich zum Ziel gesetzt, die Attraktivität der HAW-Professur zu erhöhen. Verschiedene Konzepte sollen dabei zum Tragen kommen, z.B. die Erstellung von Imagevideos. Ein erstes Video ist in Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Ruhr, mit Sitz in Essen, realisiert worden. Weitere Imagefilme werden im Jahr 2024 realisiert. Über die generellen Voraussetzungen, Möglichkeiten und Wege zur HAW-Professur informiert die bundesweite Kampagne HAW-Professur.

Mit der Einführung von Schwerpunktprofessuren soll ebenfalls zur Steigerung der Attraktivität der HAW-Professur beigetragen werden. Gleichzeitig werden die Profilbereiche der Hochschule gestärkt. Diese sind an die Entwicklungsziele der THGA gekoppelt. In einer ersten Phase haben vier Schwerpunktprofessoren damit begonnen, das Vorhaben hinsichtlich der Erhöhung des Frauenanteils in Forschung und Lehre zu unterstützen. Weitere Ziele sind die Entwicklung von Lehrinnovationen, die Anbahnung von Kooperationen, die Intensivierung von Transferbeziehungen sowie die Umsetzung von Forschungsvorhaben.

In Kürze wird zur Bewerbung für eine zweite Runde der Schwerpunktprofessuren aufgerufen, die dann ab dem Wintersemester 2024/25 für ebenfalls vier Semester starten wird.

Förderung von Chancengleichheit und Diversität

Über einen Lehrauftrag erhalten qualifizierte Frauen die Möglichkeit, sich in der Lehre auszuprobieren, die THGA im Speziellen und die Arbeit an Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Allgemeinen kennenzulernen und bei Interesse mehr über den Karriereweg "FH-Professur" zu erfahren. Ziel des Projektes ist es, den Frauenanteil in Lehre und Forschung an der THGA zu erhöhen. Weitere Informationen beinhaltet der Flyer Frauen in die Hörsäle.

Der Anteil an Frauen in der Professorenschaft an der THGA soll gesteigert werden. Mit einer erstmals im Jahr 2024 geplanten Internationalen Ingenieurinnentagung soll ein neues Format geschaffen werden, das Frauen auf die THGA aufmerksam macht. Da die THGA eine zunehmend heterogene, vor allem internationale Studierendenschaft hat, besteht außerdem das Ziel, den Anteil von Professor*innen mit internationalem Hintergrund zu steigern sowie Möglichkeiten des Netzwerkens zu schaffen.


Onboarding und Qualifizierung für Neuberufene

Um die Attraktivität der Professur zu steigern, hat die THGA ein Onboarding- und Qualifizierungsprogramm für Neuberufene entwickelt. Dieses ermöglicht neuberufenen Professorinnen und Professoren, nach einer gewissen Einarbeitungszeit ihre Aufgaben in allen erforderlichen Bereichen zu erfüllen und für die Gestaltung der Zukunft der THGA Verantwortung übernehmen zu können.

Ansprechpartnerin

Judith HeimeierProjektkoordination Prof@THGA

E-Mail
Judith.Heimeier[at]thga.de
Telefon
+49 234 968-8112
Büro
G8 R112a

Kooperationspartner


Das Projekt "ProF@THGA: Professors for the Future. Gewinnung und Entwicklung von professoralen Personal an der THGA" wird unter dem Förderkennzeichen 03FHP110 im Bund-Länder-Programm "FH-Personal" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.