Direkt zu den Inhalten springen

Die THGA stellt neuen Hochschulentwicklungsplan vor: HEP 2028

Die Impulsveranstaltung zur Veröffentlichung des Hochschulentwicklungsplans 2028 im Studierendenzentrum der THGA mit Partnerinnen und Partnern führte zu spannenden Diskussionen rund um die Zukunft der Hochschule und mögliche Kooperationen.

Es sind turbulente Zeiten: die Corona-Pandemie, die Energiekrise und der russische Angriffskrieg auf die Ukraine machen die Gegenwart und Zukunft unsicher. Dabei sind vorausschauende Ziele essenziell für eine erfolgreiche Entwicklung in den kommenden Jahren, auch an Hochschulen. „Wir erfinden uns als THGA gerade neu. Es reicht nicht, nur Anbieter von Studiengängen und Vermittler von Forschung zu sein. Die Welt ist komplexer geworden und wir wollen agil und zusammen mit unseren Stakeholdern und Partnern die Herausforderungen verstehen und bearbeiten.“, erklärt Prof. Dr. Heike Kehlbeck, Vizepräsidentin für Hochschulentwicklung. Gemeinsam mit Dr. Christian Warnecke, dem Koordinator für Hochschulentwicklung und zahlreichen Mitarbeitenden der THGA wurde in den vergangenen Monaten der neue Hochschulentwicklungsplan erarbeitet. Dabei verfolgt die THGA den Ansatz, dass die fachlichen Aufgaben und die gesellschaftliche Verantwortung sich gegenseitig stärken und nicht getrennt voneinander gesehen werden. 

„Hochschulen haben eine wichtige Rolle. Sie sollen Problemlöser ausbilden, Wissen generieren aber auch Menschen den Aufstieg ermöglichen. Die Technische Hochschule Georg Agricola öffnet sich, um den Anforderungen der Gesellschaft und Wirtschaft zu begegnen und neue Wege zu beschreiten, dabei steht sie für Innovation, Wandel und Gründergeist. Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist die Forschung der THGA zum Nachbergbau, die weltweit Beachtung findet“, betonte Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorsitzende des Hochschulrates und Mitglied des Vorstandes der RAG-Stiftung. Mit dem neuen Hochschulentwicklungskonzept möchte sich die THGA dynamisch weiterentwickeln, um den zu erwartenden Krisen und Herausforderungen mit Lösungen entgegenzutreten. Alleine kann dies heutzutage nicht gelingen, dafür müssen Partnerinnen und Partner gewonnen werden. „Dieser spannende Prozess ist ein Teil der Erneuerung der Hochschule. Wir möchten unser Know-How nach außen tragen und für einen verstärkten wissenschaftlichen Transfer sorgen“, ergänzte die Präsidentin der Hochschule Prof. Susanne Lengyel.

Zentral ist dabei die Konzeption des Geschäftsmodells der Hochschule. Denn wie jedes Unternehmen muss auch eine Hochschule ihre Wertschöpfung verstehen und wie sie diese erfüllt. Das wurde auf dem gemeinsamen Podiumsgespräch zwischen Prof. Dr. Heike Kehlbeck, Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum, Ralf Benzmüller, G-Data GmbH, Marcel Selinger, BEUMER Group und Bärbel Bergerhoff-Wodopia deutlich. Um Problemlöserinnen und Problemlöser hervorzubringen, muss zukünftig mit einem breiten hochschulexternen Umfeld zusammengearbeitet werden. „Als Hochschulstandort ist Bochum seit jeher ein zentraler Ort des Wissenstransfers und Strukturwandels im Ruhrgebiet. Dieser muss nach außen getragen werden. Ich freue mich, dass die THGA neue Wege gehen möchte und ihre Konzepte hier mutig in einem offenen Dialog zur Diskussion stellt“, sagte Eiskirch. Für Ralf Benzmüller sind insbesondere Kooperationen zwischen Unternehmen und der Hochschule zentraler Bestandteil. „Hochschulen und Unternehmen können fantastische Synergieeffekte generieren, von denen die Gesellschaft als Ganzes profitiert“. Dem stimmte auch Marcel Selinger zu. „Man muss seinen Blick heutzutage nach innen und nach außen richten. Zuhören und sich austauschen – insbesondere mit der jungen Generation – ist dabei ganz wichtig.“ Denn diese junge Generation kann mit Ideen für Impulse sorgen.

So erarbeiteten Studierende der THGA gemeinsam mit der BEUMER Group innovative Lösungen für aktuelle Praxisprobleme, wie den nachhaltigen Warenversand und die Verbesserung der Energieeffizienz. Zudem fügte er an: „Heutige Absolventinnen und Absolventen folgen weniger den klassischen Karrierepfaden früherer Generationen. Sie möchten ihren eigenen Beitrag zu einer besseren Welt leisten“.

Die angeregte Diskussion auf dem Podium übertrug sich auch ins Publikum, das sich mit regen Wortbeiträgen beteiligte. Darunter die spannende Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen funktionieren soll, die gleichzeitig im Wettbewerb um Forschungsgelder und Studierende stehen. Dafür, so die einhellige Meinung der Podiumsbeteiligten, brauche es unterschiedliche Formate, Absprachen aber auch den gemeinsamen Austausch.

Weitere Informationen zum Hochschulentwicklungsplan 2028

Mit dem Hochschulentwicklungsplan 2028 möchte die THGA bestehende Formate neu denken. Für die strategische Planung des Geschäftsmodells wurde das innovative Framework Business Model Canvas (BMC) genutzt. In Zukunft sollen weitere Veranstaltungen und Diskussionsrunden die bestehenden Konzepte des HEP begleitend ergänzen. Zum Hochschulentwicklungsplan gelangen Sie hier.

Ansprechpartner

Prof. Dr. rer. pol. Heike KehlbeckVizepräsidentin für Hochschulentwicklung und den WBI

Heike.Kehlbeck[at]thga.de
+49 (234) 968 3221
G1 R321A

Dr. rer. oec. Christian WarneckeKoordinator für Hochschulentwicklung

Christian.Warnecke[at]thga.de
+49 (234) 968 3219
G1 R115