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Interessieren Sie sich für die gesellschaftlichen und technischen Herausforderungen bei der Gewinnung von Georessourcen? Wollen Sie aktiv dazu beitragen, Bergbauregionen nachhaltig zu entwickeln, ökologisch zu sanieren und somit später weiterzuentwickeln? Haben Sie Interesse an einer Umweltüberwachung? 

Interessiert Sie der Abbau und die Verarbeitung von mineralischen Rohstoffen? Sind Sie interessiert daran, wie man Ressourcen technisch und umweltverträglich nutzen kann und möchten Sie aktiv die Rohstoff- und Energiewende gestalten?

Oder finden Sie es spannend, Untergründe für Bauprojekte zu untersuchen und zu bewerten sowie geotechnische Baumaßmaßnahmen zu überwaschen?

Dann kommen Sie zu uns an die Technische Hochschule Georg Agricola. Mit diesem Master eröffnen sich Ihnen vielfältige Zukunftsperspektiven in der Sicherung und Sanierung von heimischen und weltweiten Rohstoffregionen.

Reibungsloser Übergang vom Bachelor

Unser Master Georesource Engineering knüpft nahtlos an unsere THGA Bachelor-Studiengänge

an. Es besteht aber auch die Möglichkeit des Übergangs aus anderen geowissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Studiengängen.

Zu Beginn können Sie Ihre Wahl treffen, worauf Sie sich im Master spezialisieren möchten. Es stehen drei Schwerpunkte zur Auswahl:

  • Mineral Resource
  • Geotechnik
  • Nachbergbau

Für welchen Master-Schwerpunkt Sie sich entscheiden, liegt ganz bei Ihnen, Ihren Interessen und Ihren fachlichen Kompetenzen. Dies kann aber auch später noch gewechselt werden. Auch bekommen Sie trotzdem einen Einblick in die jeweiligen anderen Schwerpunkte 

Schwerpunkt Geotechnik

Ob Brückenfundament, Tunnel oder Deponie – geotechnische Strukturen bilden die Grundlage moderner Infrastruktur und verbinden die gebaute mit der natürlichen Umwelt. Der Masterstudiengang Geotechnik an der THGA vermittelt die Kompetenzen, um komplexe Bauwerke im Erdreich und aus Erdbaustoffen sicher zu planen, zu bewerten und umzusetzen.

Im Zentrum des Studiums stehen vertiefte geotechnische Bemessungsverfahren für über- und untertägige Bauwerke, die Analyse von Georisiken sowie der professionelle Umgang mit Grund- und Grubenwasser. Ergänzt wird das Curriculum durch eine breite Auswahl an Wahlmodulen, die eine individuelle Spezialisierung ermöglichen.

Das Studienkonzept richtet sich bewusst sowohl an Absolventinnen und Absolventen naturwissenschaftlicher als auch ingenieurwissenschaftlicher Bachelorstudiengänge. Integrierte Wiederholungseinheiten unterstützen dabei, Grundlagen zu festigen und ein gemeinsames fachliches Niveau zu erreichen.

Den Abschluss bildet die Masterarbeit, in der Studierende ihre Kenntnisse eigenständig auf eine konkrete Problemstellung anwenden. Die Bearbeitung kann experimentell im geotechnischen Labor, mit computergestützten Methoden im Digital Geolab oder mit analytischen Berechnungsverfahren erfolgen.

Dabei sind die Gestaltungsmöglichkeiten bewusst vielfältig: Ob im Labor oder im Feld, in Zusammenarbeit mit Unternehmen oder im Rahmen wissenschaftlicher Forschung – Studierende können ihre Masterarbeit entsprechend ihrer Interessen und beruflichen Ziele ausrichten.

Der Studiengang verfolgt ein klares Ziel: Absolventinnen und Absolventen optimal auf den Berufseinstieg vorzubereiten. Durch Exkursionen, Fachvorträge aus der Wirtschaft und den engen Austausch mit Alumni erhalten Studierende früh Einblicke in die Praxis und knüpfen wertvolle Kontakte in die Baubranche.

Schwerpunkt Nachbergbau

Deutschland ist Rohstoffland und in der Lage, eine eigene heimische Rohstoffversorgung aufzubauen, dies umfasst in Teilen auch die kritischen Rohstoffe. Aber hierbei ist es wichtig die Umwelt und die Nachsorge im Blick zu halten. So sind Sie in der Lage den ganzen Ablauf von der Idee, der Aufsuchung, der Förderung, der Schließung und Nachsorge von Georessourcen Projekten zu beurteilen. Der Schwerpunkt Nachbergbau qualifiziert Sie, in verantwortlicher Position die komplexen Vorgänge der Schließung und Nachsorge zu planen und durchzuführen. Sie beschäftigen sich mit langfristigen Aufgaben, mit dem Thema Management von (Gruben-)Wasser, Rückbau und mit der Rekultivierung und Sanierung sowie Inwertsetzung von ehemaligen Bergbauflächen. Auch das Umweltmonitoring durch den Einsatz von u.a. Koptern und Satelliten wird Teil Ihres Aufgabengebietes. Zusätzlich bilden wir Sie auch zur Führungskraft und/oder Projektleitung im unternehmerischen und technischen Umfeld aus. Für Ihr Studium, das deutschlandweit nur an der THGA angeboten wird, kombinieren wir ingenieurtechnische sowie geo- und naturwissenschaftliche Inhalte. Sie sind Bestandteil von Lehre, Übungen und Praktika. 

Schwerpunkt Mineral Resource

Die Technologien der Zukunft entstehen nicht nur in Laboren oder Fabriken – sie beginnen tief unter der Erde. Ob Windkraftanlagen, Elektrofahrzeuge oder moderne digitale Infrastruktur: Viele Innovationen, die unsere Gesellschaft nachhaltiger machen sollen, sind auf mineralische Rohstoffe angewiesen. Gleichzeitig stehen ihre Gewinnung und Nutzung heute stärker denn je im Spannungsfeld von Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft.

Genau an dieser Schnittstelle setzt die Fachrichtung Mineral Resource an. Hier beschäftigen Sie sich mit der zentralen Frage, wie Rohstoffe verantwortungsvoll erschlossen, effizient genutzt und langfristig gesichert werden können.

Im Studium lernen Sie, den gesamten Lebenszyklus von Rohstoffen zu verstehen und zu gestalten: Von der Exploration und Erschließung von Lagerstätten, über Planung und Produktion, bis hin zur nachhaltigen Schließung und Nachsorge von Bergwerken. Dabei verbinden Sie naturwissenschaftliche Grundlagen mit modernen ingenieurwissenschaftlichen Methoden und erwerben ein tiefgehendes Verständnis für die komplexen Prozesse der Rohstoffgewinnung.

Gleichzeitig entwickeln Sie die Fähigkeit, anspruchsvolle Projekte eigenständig zu definieren, zu strukturieren und umzusetzen. Sie berücksichtigen dabei stets die globalen, ökonomischen, ökologischen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, in dessen Spannungsfeld Rohstoffprojekte heute umgesetzt werden. Ein besonderer Fokus liegt darauf, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen, Forschungsbedarfe abzuleiten und innovative Lösungsstrategien zu entwickeln.

Neben der technischen Expertise erwerben Sie wichtige Kompetenzen für die Arbeit in interdisziplinären Teams: Sie lernen, Projekte zu koordinieren, Verantwortung zu übernehmen und Ergebnisse verständlich zu kommunizieren.

Die Fachrichtung Mineral Resource Engineering qualifiziert Sie damit für eine forschungsnahe Ingenieurtätigkeit entlang des gesamten rohstofflichen Lebenszyklus – von der Exploration über die Produktion bis hin zur nachhaltigen Nachsorge. Sie werden Teil einer neuen Generation von Ingenieurinnen und Ingenieuren, die die Herausforderungen der Rohstoffversorgung aktiv gestalten und Lösungen für eine nachhaltige Zukunft entwickeln.

Berufsbegleitend oder Vollzeit studieren

Ihr Masterstudium können Sie entweder drei Semester Vollzeit in unseren Abendveranstaltungen studieren, oder fünf Semester Teilzeit. Im vierten bzw. im sechsten Semester erstellen Sie Ihre Masterarbeit.

Während des Studiums vertiefen und erweitern Sie Ihre Fachkenntnisse aus dem Bachelorstudium. Dafür bieten wir ausgezeichnete Lehre und ein hervorragend ausgestattete Labore. Überzeugen Sie sich selbst mit einem 360 Grad-Rundgang. 

Abschluss

  • Master of Engineering (M.Eng.)
  • Masterabschlüsse an Fachhochschulen erfüllen die Bildungsvoraussetzungen für den höheren Dienst. Im Anschluss an das Studium besteht die Möglichkeit einer kooperativen Promotion.

Studiengangsvarianten

  • 6 Semester Teilzeitstudium in Abendform
  • 4 Semester Vollzeitstudium in Abendform

Studienbeginn

  • zum Sommersemester und zum Wintersemester

Lehrsprache

  • Deutsch

Zulassungsvoraussetzungen

  • Der Master-Studiengang setzt einen berufsqualifizierenden Hochschulabschluss (Bachelor oder Diplom) in einem einschlägigen ingenieur -oder naturwissenschaftlichen Studium voraus.
  • Das Studium muss bei einem Umfang von mindestens 180 LP mit der Gesamtnote 3,0 oder besser abgeschlossen worden sein.
  • Die Zulassung kann im Einzelfall auch erfolgen, wenn andere Studienabschlüsse vorliegen. Hierzu wenden Sie sich bitte an Ihren zuständigen Fachstudienberater.

Die THGA ist eine staatlich anerkannte Hochschule.

Studiengebühren fallen nicht an – es wird lediglich ein Semesterbeitrag erhoben, in dem das NRW-Ticket enthalten ist.

Hervorragende KarriereaussichtenDein Master öffnet dir weitere Türen

Dein Master eröffnet dir ein breites berufliches Spektrum in der Industrie, in Forschung und Entwicklung oder im höheren öffentlichen Dienst. Mit Abschluss des Studiums steht dir auch der Weg zur Promotion offen, für eine Karriere in der Wissenschaft. Wir haben dir hier ein paar Jobperspektiven zusammengetragen:

Bergbauingenieurin am Computerarbeitsplatz mit einer grafischen Auswertung auf dem Monitor.

In diesem Beruf erfasst, wertest und bereitest du bergbaubezogene Geoinformationen auf und stellst sie kartografisch dar. Deine Arbeit umfasst Lagerstättenmanagement, Bergbauplanung, Genehmigungsverfahren, Raumordnung und Regionalplanung. Du analysierst Abbaueinwirkungen im Gebirge und an der Tagesoberfläche sowie Bergschäden und trägst so zur sicheren und nachhaltigen Entwicklung von Bergbauprojekten bei.

Je nach Branche, in der du aktiv wirst, und abhängig von deiner Spezialisierung sind die Aufgaben sehr verschieden. In der Regel übernimmst du als Ingenieur:in jedoch Aufgaben, die mit Tiefbohr-, Tunnel- oder Schachtbau zusammenhängen. Auch bist du dabei, wenn Deponien, Stollen und Brunnen geplant und diese Pläne ausgeführt werden müssen. Genauso kannst du in der Erdöl- und Erdgasförderung sowie in der Untertagespeicherung eingesetzt werden. Dein Arbeitsgebiet kann auch das Geo- und Umweltmonitoring von aktiven und ehemaligen Rohstoffstandorten umfassen. Generell sind Ingenieur:innen in allen Branchen international sehr gefragt.

Laborpraktika hier mit mikroskopischen Untersuchungen sind fester Bestandtteil des Bachelor- wie Masterstudiums rund um das Thema Materialwissenschaften

Im Nachbergbau gibt es noch viel Forschungsbedarf. Von Ewigkeitsaufgaben und Grubenwassermanagement über Geomonitoring im Alt- und Nachbergbau bis hin zu Reaktivierung und Transition. Du kannst hier wählen und mit Blick auf deinen Forschungsschwerpunkt Handlungsempfehlungen und Anwendungen erarbeiten, die das Thema Nachbergbau in der Praxis voran bringen. Auch kannst du behördliche Überwachungsaufgaben wahrnehmen, wie beispielsweise Genehmigungsverfahren, Prüfung und Kontrolle von Auflagen usw.