Neun Bachelor- und sechs Masterstudiengänge hat die Hochschule im Zuge der Reakkreditierung gleichzeitig auf den Prüfstand gestellt und weiterentwickelt. Studieninhalte, Studierbarkeit und Kompetenzanforderungen wurden hinterfragt und mit Anforderungen aus der beruflichen Praxis gespiegelt. Entstanden ist ein Studienangebot, das auf eine Arbeitswelt vorbereitet, die sich durch Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und nachhaltige Transformation schnell und teilweise unvorhersehbar verändert.
Bochum, 05.10.2026. Die Planungen für diese weitreichenden Veränderungen starteten im Frühjahr 2024. In den folgenden Monaten überprüften und entwickelten die Wissenschaftsbereiche ihre Studiengänge und Curricula weiter. Insgesamt wurden mehr als 330 Module betrachtet sowie 30 Prüfungs- und 42 Studienverlaufspläne bearbeitet. Im Juli 2025 reichte die THGA schließlich die vollständigen Unterlagen bei der Akkreditierungsagentur ASIIN ein. Anfang Oktober 2025 folgte die zweitägige Begutachtung vor Ort.
Die Besonderheit: Die THGA hat nicht einzelne Studiengänge nacheinander betrachtet, sondern ihr gesamtes Angebot in den Prozess einbezogen und übergreifend weiterentwickelt:
„Die Reakkreditierung war für uns kein Pflichtprogramm, sondern eine strategische Chance“, sagt THGA-Präsidentin Prof. Susanne Lengyel. „Wir haben dafür unser gesamtes Studienportfolio auf den Prüfstand gestellt. Denn wir erleben gerade, wie stark sich sowohl die Anforderungen an Ingenieurinnen und Ingenieure als auch die Erwartungen und Lebensrealitäten unserer Studierenden verändern. Es ist uns gelungen, mit einem zeitgemäßen Studienangebot darauf zu antworten.“
Orientierung geben, bevor die Entscheidung fällt
Eine dieser Weiterentwicklungen ist der neue Bachelor of Choice. Er richtet sich an Studieninteressierte, die sich für rohstoff- und geowissenschaftliche Themen interessieren, sich zu Studienbeginn aber noch nicht endgültig auf eine Fachrichtung festlegen möchten.
In den ersten beiden Semestern lernen die Studierenden Inhalte der Studiengänge Rohstoffgewinnung und Recycling sowie Geotechnik und Angewandte Geologie kennen. Speziell entwickelte Orientierungsmodule geben Einblicke in beide Fachrichtungen. Erst anschließend entscheiden sie, welchen Studiengang sie fortsetzen. Der Bachelor of Choice startet zunächst als Pilot. Perspektivisch wird geprüft, ob sich das Modell auf weitere Studienangebote übertragen lässt.
Auch an anderer Stelle setzt die THGA früher an. Das Modul „Einstieg in die Ingenieurwissenschaften“ vermittelt Bachelorstudierenden im Maschinenbau oder Angewandter Materialwissenschaften zu Studienbeginn einen Überblick über ein technisches Studium an der THGA, festigt mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen und verbindet sie mit ersten praktischen Erfahrungen. Studierende arbeiten mit Messmitteln, Bauteilen und Fertigungsverfahren, lernen wissenschaftliche Arbeitsweisen kennen und beschäftigen sich zugleich mit Digitalisierung, Automatisierung und KI.
Was Ingenieur:innen im KI-Zeitalter können müssen
Bei der Weiterentwicklung der Curricula ging es nicht allein darum, neue Technologien aufzunehmen. Eine zentrale Frage war, welche Fähigkeiten Ingenieur:innen benötigen, um technologische Veränderungen selbst beurteilen und gestalten zu können.
Häufig werden solche Kompetenzen unter dem Begriff Future Skills zusammengefasst. Dazu gehören unter anderem eigenständiges Problemlösen, kritisches Denken, Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg, Kommunikationsfähigkeit, verantwortliches technisches Handeln und die Fähigkeit, sich kontinuierlich neues Wissen anzueignen.
In allen Bachelorstudiengängen werden deshalb die Module „Einführung in die Künstliche Intelligenz“ und „Blue Engineering – Nachhaltigkeit im Ingenieurwesen“ aufgenommen. Auch das wissenschaftliche Arbeiten erhält mehr Gewicht: Das entsprechende Modul wird erweitert und greift künftig neben empirischen Methoden auch Möglichkeiten und Grenzen von KI-Systemen in der wissenschaftlichen Arbeit auf.
Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen bleiben das Fundament
Die stärkere Beschäftigung mit KI bedeutet dabei gerade nicht, dass klassische ingenieurwissenschaftliche Grundlagen an Bedeutung verlieren. Diese Einschätzung teilen auch Unternehmenspartner, die die THGA während der Weiterentwicklung ihrer Studienangebote in Feedbackgespräche einbezogen hat, darunter Vertreter:innen von Elmos, Evonik/SYNEQT, RAG und Westnetz.
„Es stellt sich angesichts der Entwicklungen in der KI durchaus die Frage, ob Ingenieurinnen und Ingenieure bestimmte Grundlagen überhaupt noch lernen müssen. Meine Antwort darauf ist ein eindeutiges Ja. Verantwortlich bleibt letzten Endes der Ingenieur oder die Ingenieurin. Deshalb müssen sie aufgrund ihrer Ausbildung weiterhin in der Lage sein, Ergebnisse fachlich einzuordnen, deren Richtigkeit zu beurteilen und Probleme auch ohne den Einsatz von KI zu lösen. Dafür braucht es fundierte elektrotechnische Kenntnisse, Grundlagen der Mess- und Regelungstechnik sowie Grundkenntnisse in der Programmierung. Ebenso wichtig sind Englischkenntnisse und die Fähigkeit, im Team zu arbeiten“, sagt Volker Fabiunke von Elmos Semiconductor Technology & Engineering GmbH.
Seine Einschätzung floss als eine Perspektive aus der beruflichen Praxis in den Austausch zur Weiterentwicklung der Studiengänge rund um Elektro- und Informationstechnik ein.
Wenn sich Berufsbilder verändern, müssen sich Studieninhalte mitbewegen
Wie konkret solche Veränderungen werden können, zeigt sich in einzelnen Curricula. Aus der bisherigen „Prozessleittechnik“ wird beispielsweise „Automatisierung“. Inhaltlich gewinnen Vernetzung und Industrie 4.0 an Bedeutung; auch Anwendungen Künstlicher Intelligenz bei industriellen Prüf- und Steuerungsaufgaben werden berücksichtigt.
Das bisherige Modul „Informationstechnik“ wird zur „IT-Infrastruktur“ weiterentwickelt. Netzwerke, Cloud Computing und Cybersecurity rücken stärker in den Fokus, Hard- und Softwareinhalte werden unter anderem um Virtualisierung, Container-Technologien und Intrusion Detection ergänzt.
Noch deutlicher wird die Entwicklung beim bisherigen Bachelorstudiengang Informationstechnik und Digitalisierung, der zur Ingenieurinformatik weiterentwickelt wurde. Der Studiengang verbindet ingenieurwissenschaftliche Grundlagen mit Kompetenzen aus Informatik und Digitalisierung und trägt damit der zunehmenden Verzahnung von Hard- und Software in der industriellen Praxis Rechnung.
Auch die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen wurde stärker berücksichtigt. Im Bachelorstudium Wirtschaftsingenieurwesen wird beispielsweise die Veranstaltung „Problemlösung und Präsentation“ auf Anregung von Studierenden bereits in das erste Semester vorgezogen. Gruppenarbeiten sollen nicht nur methodische Fähigkeiten fördern, sondern Studierenden früh ermöglichen, Netzwerke und Lerngemeinschaften aufzubauen.
Vom Energiesystem bis zur Konstruktion: Maschinenbau breiter denken
Dass Weiterentwicklung nicht bedeutet, klassische Ingenieurdisziplinen durch neue Trendthemen zu ersetzen, zeigt auch der Maschinenbau. Vielmehr werden bewährte Grundlagen mit aktuellen technologischen Fragestellungen verbunden.
Besonders sichtbar wird das in der Energietechnik. An die Stelle der bisherigen Module „Regenerative Energien 1 und 2“ sowie „Energiemanagement“ treten „Erneuerbare Energiesysteme“, „Energiespeicher und Sektorenkopplung“ sowie „Transformation der Energiewirtschaft“. Damit werden nicht mehr allein einzelne Technologien betrachtet, sondern stärker deren Zusammenspiel in sich verändernden Energiesystemen.
Auch die Vertiefungsmöglichkeiten verändern sich. Im Bachelor- und Masterstudiengang Maschinenbau wird mit „Integrated Engineering“ ein interdisziplinärer Schwerpunkt etabliert, der unterschiedliche Ingenieurdisziplinen miteinander verbindet. Im Master kommen englischsprachige Angebote hinzu; zugleich wächst die Zahl der Wahlpflichtmodule, sodass Studierende ihr Studium stärker an ihrer beruflichen Ausrichtung orientieren können.
Die ASIIN-Gutachter bescheinigen dem Maschinenbau ein schlüssiges Curriculum, das den späteren Tätigkeitsfeldern angemessen sei. Besonders positiv bewerten sie die umfassende Grundlagenausbildung. Gleichzeitig hat der Blick von außen weitere Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt: Aktuell wird geprüft weitere industrietaugliche Programmiersprachen anzubieten. Zugleich wurde ein industrielles Vorpraktikum für den Studiengang obligatorisch.
Aus Bergbaukompetenz werden Antworten auf neue Ressourcenfragen
Weiterentwicklung zeigt sich an der THGA auch dort, wo die Wurzeln der Hochschule besonders sichtbar sind. Aus ihrer historischen Kompetenz im Bergbau haben sich Studienangebote entwickelt, die heute Rohstoffversorgung, Recycling, Geotechnik, Geologie und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen miteinander verbinden.
Im Bachelor Rohstoffgewinnung und Recycling treffen beispielsweise geologisches Wissen und maschinenbauliche Fragestellungen aufeinander. Studierende beschäftigen sich mit Gewinnungs- und Förderanlagen ebenso wie mit Rohstoffaufbereitung und Recycling und lernen, moderne Analyse-, Modellierungs- und Simulationsmethoden einzusetzen. Wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Zusammenhänge gehören dabei ebenso zum Qualifikationsprofil.
Die ASIIN-Gutachter bewerteten das Programm als sehr gut strukturiert und sehen für Absolvent:innen gute Chancen auf einem international ausgerichteten Arbeitsmarkt.
Im Studiengang Geotechnik und Angewandte Geologie steht ebenfalls nicht allein Fachwissen im Mittelpunkt. Die Studierenden sollen Laborversuche entwerfen und durchführen, industrielle Abläufe kennenlernen und technische Entscheidungen unter wirtschaftlichen, ökologischen, rechtlichen, sicherheitsrelevanten und gesellschaftlichen Gesichtspunkten betrachten. Hinzu kommen Fähigkeiten zur eigenständigen Recherche, Kommunikation, Teamarbeit und Führung.
Gerade die fachliche Nähe dieser beiden Studiengänge macht den Bachelor of Choice möglich: Ein gemeinsames erstes Studienjahr schafft eine breite Grundlage, bevor sich die Studierenden für ihre weitere fachliche Richtung entscheiden.
Komplexe Systeme verstehen und Ergebnisse kritisch hinterfragen
Ähnliche Leitgedanken finden sich in weiteren Studiengängen, jeweils übersetzt in die eigene Fachdisziplin. Im Studiengang Verfahrens- und Umwelttechnik lernen Studierende, technische Probleme systematisch zu identifizieren und mit wissenschaftlichen Verfahren zu lösen. Moderne Analyse-, Modellierungs- und Simulationsmethoden helfen dabei, komplexe Prozesse und Schnittstellen zu verstehen.
Im Studiengang Vermessung wiederum geht es neben mathematisch-naturwissenschaftlichen und geodätischen Grundlagen zunehmend um den souveränen Umgang mit raumbezogenen Daten und digitalen Werkzeugen. Studierende lernen, Informationen zu strukturieren, zu analysieren, zu visualisieren und zu bewerten sowie GIS- und IT-Systeme einzusetzen. Entscheidend ist auch hier die Fähigkeit, digitale Ergebnisse nicht lediglich zu übernehmen, sondern sie durch eigene fachliche Kontrollrechnungen kritisch zu hinterfragen.
Über die Disziplinen hinweg zeigt sich damit ein gemeinsames Verständnis einer Ingenieurausbildung: Fachliche Tiefe bleibt die Voraussetzung. Hinzu kommt die Fähigkeit, Wissen auf neue Fragestellungen zu übertragen, unterschiedliche Perspektiven miteinander zu verbinden und technische Entscheidungen fundiert zu beurteilen.
Studium muss zum Leben passen
Zur Weiterentwicklung des Studienangebots gehört für die THGA zugleich eine Frage, die sich nicht allein über Curricula beantworten lässt: Unter welchen Bedingungen lässt sich ein anspruchsvolles Ingenieurstudium erfolgreich mit unterschiedlichen Lebenssituationen vereinbaren?
Dafür verfügt die Hochschule bereits über eine Reihe von Modellen. Vollzeitstudierende profitieren von der Vier-Tage-Woche. Berufsbegleitende Studiengänge finden in den Abendstunden und am Wochenende statt. Hinzu kommen hybride und digitale Lehrangebote sowie bei Klausuren und mündlichen Prüfungen vier Prüfungsmöglichkeiten pro Modul und Jahr.
Praktisches Lernen wird dabei nicht auf den Campus beschränkt. Mit Lab-in-a-Box lassen sich ausgewählte Laborversuche orts- und zeitunabhängig durchführen. Das Digital Geo Lab ermöglicht rund um die Uhr den Zugriff auf leistungsfähige Rechnerressourcen und spezialisierte Software. Studiengänge im Praxisverbund oder praxisbegleitend mit einem Unternehmenspartner wiederum verzahnen Studium und betriebliche Erfahrung.
Gerade die Möglichkeiten für berufstätige Studierende fielen auch bei der externen Begutachtung auf. Die Gutachter hoben die Flexibilität der Studienplanung und das dafür notwendige Engagement der Lehrenden hervor. Studierende könnten Angebote des Teilzeitstudiums am frühen Abend mit Modulen aus dem Vollzeitstudium kombinieren. Nach Einschätzung der Gutachter trägt dies ebenso wie die intensive Betreuung zu einer hohen Studierbarkeit bei.
Für internationale Studierende ergänzen die Angebote des durch den DAAD geförderten Programms FIT@THGA diese Strukturen entlang des gesamten Student Life Cycles – von Sprachkursen und Tutorien über Coaching und Bewerbungstraining bis zu Integrationsangeboten. Auch die digitale Lernplattform Moodle wurde weiterentwickelt und unterstützt inzwischen Deutsch, Englisch und Französisch.
Praxis ist kein Zusatz, sondern Teil des Studiums
Die Verbindung zur beruflichen Praxis reicht dabei über Praktika hinaus. Unternehmen ermöglichen Abschlussarbeiten, beteiligen sich an Lehrformaten und stehen im regelmäßigen Austausch mit den Professor:innen.
Ein besonders enges Kooperationsmodell besteht beispielsweise mit Westnetz. Studierende verbinden ihr Vollzeitstudium mit betrieblichen Praxisphasen und werden dabei früh an konkrete Aufgaben im Unternehmen herangeführt. Hochschule und Unternehmen stimmen Studien- und Praxisphasen miteinander ab, sodass fachliches Lernen und betriebliche Anwendung ineinandergreifen können.
Die Gutachter kamen über die Studiengänge hinweg zu dem Schluss, dass die fachlichen und wissenschaftlichen Anforderungen kontinuierlich überprüft und an fachliche sowie didaktische Entwicklungen angepasst werden. Der Austausch mit Industrie, Verbänden und anderen Hochschulen trägt aus ihrer Sicht ebenso dazu bei wie die Einbindung von Studierenden in Forschungsprojekte.
International studieren, interdisziplinär arbeiten
Mit der Weiterentwicklung ihrer englischsprachigen Masterangebote stärkt die THGA zugleich ihr internationales Profil. Im Master Georesource Engineering wurden die bisherigen Studiengänge „Geoingenieurwesen und Nachbergbau“ sowie „Mineral Resource and Process Engineering“ zusammengeführt. Drei Studienschwerpunkte – Mineral Resource Engineering, Geotechnik und Nachbergbau – ermöglichen eine fachliche Spezialisierung auf gemeinsamer ingenieurwissenschaftlicher Grundlage. Vier englischsprachige, fachübergreifende Pflichtmodule fördern den Austausch zwischen den Disziplinen. Ein verpflichtendes Industriepraktikum, Projektarbeit und eine Exkursion verbinden das Studium mit der beruflichen Praxis. Der Schwerpunkt Mineral Resource Engineering wird vollständig auf Englisch angeboten.
Auch der internationale Master Material Engineering and Conservation Science (MECS) wurde weiterentwickelt. Er verbindet Materialwissenschaften mit naturwissenschaftlichen Methoden zur Erforschung und Erhaltung des kulturellen Erbes. Studierende können sich über Wahlpflichtmodule in den Bereichen Materials Processing and Performance oder Industrial Heritage Conservation individuell profilieren.
Die externen Gutachter:innen bewerteten insbesondere die Zusammenführung der bisherigen Georesource-Masterstudiengänge und deren Ausrichtung auf aktuelle Anforderungen des Arbeitsmarktes positiv. Auch das englischsprachige Angebot und die gemeinsame fachliche Basis der drei Studienschwerpunkte wurden ausdrücklich hervorgehoben.
Beide Masterprogramme zeigen, wie die THGA internationale Studienmöglichkeiten mit interdisziplinärer Ausbildung und praxisnaher Spezialisierung verbindet.
Weiterentwicklung ist kein abgeschlossener Prozess
Mit dem neuen Studienangebot ist die Entwicklung nicht beendet. Gerade der umfassende Blick auf alle 15 Studiengänge hat neben den Stärken auch Ansatzpunkte für weitere Entwicklungen sichtbar gemacht. Empfehlungen aus dem Akkreditierungsverfahren werden deshalb in den Wissenschaftsbereichen weiter aufgegriffen.
Für Präsidentin Prof. Susanne Lengyel gehört genau das zum Selbstverständnis einer Hochschule, die Ingenieur:innen auf eine schwer vorhersehbare Zukunft vorbereitet: „Unsere Aufgabe ist es nicht, jedem neuen Trend hinterherzulaufen. Wir müssen unseren Studierenden ein belastbares fachliches Fundament vermitteln und sie gleichzeitig befähigen, neue Technologien kritisch einzuordnen, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen selbst mitzugestalten. Genau daran wollen wir unsere Studienangebote auch künftig messen.“
In der Begutachtungsphase hatte die Akkreditierungsagentur ASIIN gemeinsam mit externen Gutachter:innen das gesamte Studienangebot der THGA umfassend geprüft. Neben den schriftlichen Unterlagen gehörten dazu Gespräche mit Lehrenden, Studierenden und Vertreter der beruflichen Praxis sowie die Begutachtung der Studienbedingungen vor Ort. Dieser 360-Grad-Blick mündete in die Akkreditierungsberichte, die Verleihung des ASIIN Gütesiegels und die Empfehlungen für die abschließende Entscheidung an den Akkreditierungsrat.
Nun ist auch der letzte Schritt abgeschlossen: In September-Sitzung hat der Akkreditierungsrat alle 15 Studiengänge der THGA ohne eine einzige Auflage reakkreditiert. Er bestätigte, dass sämtliche formalen und fachlich-inhaltlichen Kriterien erfüllt sind. Damit tragen die Studiengänge das Qualitätssiegel des Akkreditierungsrats – und die Hochschule startet mit ihrem umfassend weiterentwickelten Studienportfolio in das neue Studienjahr.