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Auszeichnung THGA vergibt so viele Deutschlandstipendien an engagierte Studierende wie nie zuvor

Erstmals können sich 32 junge Männer und Frauen über eine Förderzusage freuen. Einer von ihnen ist der 19-jährige Denis Drosdzol, der sich dank des Stipendiums voll auf sein Studium und seine geplante Gründung konzentrieren kann.

Sie sind nicht nur beim Lernen engagiert, sondern kümmern sich auch darum, die Welt ein bisschen besser zu machen: Für ihre besonderen Leistungen haben 32 Studierende der THGA ein Deutschlandstipendium erhalten – so viele wie nie zuvor! Aus über 100 Bewerbungen wurden die besten ausgewählt. Dabei sei nicht allein der Notendurchschnitt entscheidend, sagt Stephanie Leonhardt, die an der THGA für die Vergabe der Stipendien zuständig ist. Auch das gesellschaftliche Engagement oder persönliche Umstände, die sich etwa aus der familiären Herkunft oder einem Migrationshintergrund ergeben, würden berücksichtigt.

Ein Jahr lang werden die ausgewählten Studierenden mit 300 Euro monatlich gefördert und so in ihrem Studienalltag unterstützt. So auch Denis Drosdzol. Der 19-Jährige studiert im dritten Semester Verfahrenstechnik und bekommt das Stipendium bereits zum wiederholten Mal. Neben dem Studium engagiert er sich ehrenamtlich bei der Feuerwehr Gelsenkirchen. Nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 fuhr er mit weiteren ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen nach Eschweiler, um den Menschen vor Ort zu helfen. Sein Einsatz hat ihn zum Nachdenken gebracht: "Mit dem Wissen aus meinem Studium an der THGA habe ich angefangen, Lösungen für den internationalen Bevölkerungs- und Katastrophenschutz zu entwickeln", erzählt er. Mit der Zeit wurde daraus ein konkretes Gründungsvorhaben, sodass sein Start-up "Lenz Technology" im Februar 2022 an den Start gehen wird. "Dank des Stipendiums kann ich mich voll auf mein Studium und die Gründung konzentrieren."

Neben Denis Drosdzol erhalten 21 weitere junge Männer und zehn Frauen die monatliche Unterstützung. Sie haben ganz unterschiedliche Hintergründe, kommen unter anderem aus Syrien, dem Iran oder Marokko. Dass dieses Mal so viele Stipendien vergeben werden konnten, liege vor allem daran, dass neue Förderer hinzugekommen seien, so Stephanie Leonhardt. Denn: Die Deutschlandstipendien werden nicht nur zur Hälfte aus Mitteln des Bundes, sondern zu anderen Hälfte aus Mitteln privater Geldgeber finanziert.

Zu den Förderern an der THGA zählen seit Jahren die RAG-Stiftung mit 15 Stipendien und Volkswagen Infotainment (2 Stipendien). Auch Lanxess Deutschland (2 Stipendien) und die beiden privaten Stifterinnen Birgit Biermann und Heike Arndt, die jeweils ein Stipendium für weibliche Studierende fördern, sind zum wiederholten Mal dabei. Neu in dem Kreis sind Terrasond (1 Stipendium), Terrasond Kampfmittelräumung (2 Stipendien), die Vormann Bohrgesellschaft (1 Stipendium), Hölscher Wasserbau (1 Stipendium) und Soroptimist International Deutschland (1 Stipendium). Durch eine Spende des THGA-Ehrenbürgers Peter Heintzmann sowie eine anonyme Spenderin können zwei weitere Stipendien finanziert werden.

Weitere Informationen zum Deutschlandstipendium und der nächsten Bewerbungsphase im Sommer finden Sie hier.

Redaktion: Svenja Kloos

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