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Promovierende im PorträtBenedikt Pongs

Titel der Dissertation:

Untersuchung von Algorithmen und Anwendungen im Bereich der optischen Messtechnik

Wissenschaftsbereich:

Elektro- und Informationstechnik und Wirtschaftsingenieurwesen

Erklären Sie das Thema Ihrer Promotion in ein paar kurzen, einfachen Worten.
In meiner Promotion untersuche ich, wie man Korrosion auf Metalloberflächen möglichst frühzeitig erkennen kann – noch bevor sie mit bloßem Auge sichtbar ist. Der Fokus liegt auf transparent lackierten und unlackierten Metallen. Dafür nutze ich die Optische Kohärenztomographie (OCT), ein bildgebendes Verfahren, das in das Material „hineinschauen“ kann, ohne es zu beschädigen. Ich entwickle und analysiere Algorithmen, die die entstehenden Messdaten automatisch auswerten und kleinste Veränderungen in oder unter der Oberfläche zuverlässig erkennen.

Was lässt sich mit den Ergebnissen nun nachfolgend anstellen?
Die Ergebnisse ermöglichen es, Korrosionsprozesse deutlich früher zu detektieren als mit herkömmlichen Prüfmethoden. Dadurch können Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen gezielter und rechtzeitiger geplant werden, was Kosten senkt und die Sicherheit erhöht. Besonders relevant ist das für Branchen wie die Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt oder den Anlagenbau, in denen Korrosion langfristig zu Materialversagen führen kann. Langfristig können die entwickelten Algorithmen in industrielle Prüfsysteme integriert werden, um eine automatisierte, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle direkt in der Produktion oder im Betrieb zu ermöglichen.

Was begeistert Sie an Ihrem Forschungsthema?
Mich begeistert besonders die Verbindung von physikalischer Messtechnik und intelligenter Datenanalyse. Es ist spannend, mit OCT unsichtbare Strukturen sichtbar zu machen und mithilfe von Algorithmen Muster zu erkennen, die auf beginnende Korrosion hindeuten. Dabei arbeite ich an der Schnittstelle zwischen Theorie und praktischer Anwendung: Einerseits entwickle ich mathematische Modelle und Auswerteverfahren, andererseits sehe ich direkt den Nutzen für reale industrielle Fragestellungen. Die Möglichkeit, durch präzisere Mess- und Analyseverfahren einen Beitrag zu mehr Sicherheit, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung zu leisten, motiviert mich zusätzlich.

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