Jahresbericht 2025 - Technische Hochschule Georg Agricola

Leidenschaft für die Lehre Was hat Sie motiviert, an die Technische Hochschule Georg Agricola zu kommen? Mich motiviert vor allem die Arbeit mit Studierenden. Es macht mir große Freude, junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, ihre Entwicklung mitzuerleben und fachliche Inhalte so zu vermitteln, dass sie wirklich etwas damit anfangen können. Besonders spannend finde ich es, wenn Lehre anwendungsorientiert ist – wenn Theorie und Praxis unmittelbar zusammenkommen. Das ist mir persönlich sehr wichtig. Gerade deshalb fühle ich mich an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften so wohl. Die THGA ist eine sehr persönliche Hochschule. Hier kennt man seine Studierenden, kommt ins Gespräch und arbeitet auf Augenhöhe zusammen. Diese Nähe und der direkte Austausch unterscheiden sich deutlich von großen, anonymen Hörsälen an Universitäten – und genau das schätze ich sehr. Welche fachlichen und wissenschaftlichen Schwerpunkte bringen Sie mit? Mein fachlicher Hintergrund liegt klar in den Wirtschaftswissenschaften, insbesondere in den Bereichen Prozess- und Projektmanagement. Besonders spannend PROF. DR. LARA WIESCHE SCHLÄGT DIE BRÜCKE ZUR PRAXIS. Nach Stationen in der Forschung und im unternehmerischen Projektmanagement kehrt die erfahrene Betriebswirtin bewusst an die Hochschule zurück. Seit Anfang 2025 lehrt sie am WB III und verbindet dabei ihre Begeisterung für neue Fragestellungen mit pragmatischen Lösungen aus dem Wirtschaftsalltag. finde ich die Zusammenarbeit mit Ingenieurinnen und Ingenieuren. Hier treffen unterschiedliche Denk- und Herangehensweisen aufeinander: Während die betriebswirtschaftliche Perspektive häufig stark auf Organisation, Ressourcen und Steuerung fokussiert ist, gehen technische Disziplinen oft sehr lösungs- und systemorientiert an Fragestellungen heran. Im Kern verfolgen wir alle dasselbe Ziel: die bestmögliche Lösung zu finden. Genau dieser Austausch ist ein großer Mehrwert: Er erweitert den Horizont, schärft das Verständnis füreinander und führt oft zu besonders tragfähigen Ergebnissen. Was zeichnet für Sie gute und moderne Hochschullehre aus? Gute und moderne Hochschullehre bedeutet für mich vor allem, Studierende bestmöglich auf ihren späteren Berufsalltag vorzubereiten. Fachliches Wissen ist dabei selbstverständlich wichtig – aber entscheidend ist, dass sie lernen, dieses Wissen auch anzuwenden. Deshalb arbeite ich sehr gern mit praxisnahen Beispielen und Projekten. In solchen Formaten müssen Studierende eigenständig Lösungen entwickeln, Entscheidungen treffen und unterschiedliche Problemlösungskompetenzen unter Beweis stellen. Gerade die quantiINTERVIEW 24

RkJQdWJsaXNoZXIy MjM3MjE=