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Labor Geologie

Lage:

Gebäude 1:

  • R 110 (Lagerstätten)
  • R 318 (Sammlung und Büro Prof. Kirnbauer)
  • R 319 (Sammlung)
  • K  (Petrographische Sammlung)

Gebäude 7:

  • K09, K10, K21, K22 (Lagerstätten)
  • K11 (Arbeitsraum Dünnschliff- und Auflichtmikroskopie)

 

 

Naturwerksteine aus dem Jemen
Sammlungsetikett aus dem 19. Jhdt. (Phonolith mit Analcim)
Sammlungsetikett aus dem 19. Jhdt. (Lava, Laacher-See-Gebiet, Eifel)
Schalen der Muschel Cyrena sp. aus dem Glanzkohlenbergbau von Peißenberg
Mit Quarz gefüllte Fiederspalten Stbr. Wildbergerhütte, Bergisches Land

Team

Laborleiter Thomas Kirnbauer Prof. Dr. rer. nat.
Thomas Kirnbauer

WB1 Kontakt Details
Professor für Lagerstätten der Steine und Erden – Mineralische Baustoffe
Leiter des Labors Steine und Erden – Mineralische Baustoffe
Ombudsmann zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis

Technische Hochschule
Georg Agricola
Herner Straße 45


Telefon: (0234) 968 3375
Telefax: (0234) 968 3402
E-Mail: Thomas.Kirnbauer(at) thga.de
Gebäude 1, Raum 318
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Stellvertretende Laborleiterin Christiane Scholz Dr. rer. nat.
Christiane Scholz

WB1 Kontakt Details
Betriebsratsvorsitzende der DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung mbH

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Betreuung der Studienrichtung Steine und Erden im Bachelor-Studiengang Rohstoffingenieur und des Labors Steine und Erden-Mineralische Baustoffe

Lehraufträge:
Quartärgeologie und Bodenkunde
Geologie-Übungen
Probennahme inclusive Versuchswesen
Praktika im Bereich Tagebautechnik
Anleitung zum Wissenschaftlichen Arbeiten

Technische Hochschule
Georg Agricola
Herner Straße 45


Telefon: (0234) 968 3659
Telefax: (0234) 968 3608
E-Mail: christiane.scholz(at) thga.de
Gebäude 1, Raum 108
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Mitarbeiterin Leanne Schmitt Leanne Schmitt, M.Sc.
WB1 Kontakt Details
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Durchführung von Praktika zu Vorlesungen der Geologie
Übungsleiterin
Koordinatorin der geologischen, petrographischen und mineralogischen Sammlungen sowie der Ausstellungen und des Mikroskopierraums

Technische Hochschule
Georg Agricola
Herner Straße 45


Telefon: (0234) 968 3600
Telefax:
E-Mail: leanne.schmitt(at) thga.de
Gebäude 7, Raum 010
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Aufgaben

Pflege und Ausbau folgender Sammlungen für Lehr-, Übungs - und Forschungszwecke:

  • Mineralogie
  • Petrographie 
  • Paläontologie
  • Regionale Geologie
  • Lagerstätten
  • Naturwerksteine
  • Mineralische Baustoffe
  • An- und Dünnschliffe

Geschichte

Systematische Mineraliensammlung: Sulfide
Systematische Mineraliensammlung: Sulfate

Die Ursprünge der geologischen Sammlungen gehen auf die Lehrsammlung der 1816 gegründeten Bergschule zurück. Alte Jahresberichte vermitteln Einblicke in deren Sammlung. So umfasste die Sammlung 1860 unter anderem:

• „Oryktognostische Sammlung von Krantz in Bonn, 500 Stück“

• „100 lose Krystalle“

• „Krystall=Modelle von Glas, Holz und Pappe“

• „Suite Siegen’scher Mineralien (231 Stück) und Siegen’scher Hütten=Producte (23)“

• „Geognostische Sammlungen von 300 Felsarten (nach dem Alter geordnet)“

• „Petrefacten=Sammlung, 600 Stück (nach dem Alter)“

Dem Zweck als Lehrsammlung entsprechend lagen die Schwerpunkte auf der Dokumentation der seinerzeit wirtschaftlich gewinnbaren Bodenschätze in der Region: Erze, Salze und Kohlen. Bis auf die heutige Zeit haben sich einige Handstücke aus dieser Zeit erhalten.

 

Altes Sammlungsetikett (Calcit, "Kalkspath")

Einen bedeutenden Zuwachs erfuhren die Sammlungen seit 1864, nachdem die Westfälische Berggewerkschaftskasse (WBK) als zentrale Gemeinschaftseinrichtung des deutschen Steinkohlenbergbaus gegründet worden war und die Sammlungen des Märkischen und des Essen-Werdenschen Bergamtes übernommen wurden. Geschenke und die Aufsammlungen der Geologen und Paläontologen der Geologischen Abteilung der WBK vermehrten die Sammlung schnell, so dass 1919 die Sammlung zur öffentlichen Besichtigung freigegeben wurde. Dieses "Geologische Museum des Ruhrbergbaues" mit 650 m² Austellungsfläche bestand bis zur Auflösung im Jahr 1974 im 1. Stockwerk unserer Hochschule. Museumsleiter waren Bergassessor Dr. Leo Cremer (1891–1900), Bergassessor Hans Mentzel (1900–1906), Bergassessor Prof. Dr. Dr. h.c. Paul Kukuk (1906–1947), Prof. Dr. Carl Hahne (1947–1967), Prof. Dr. Walter Semmler (1967–1969), Dr. Rolf Schmidt (1969–1970) und als Kustos dann Dr. Heinrich Fiebig (1970–1974). Einen bedeutenden Zuwachs erfuhren die Sammlungen nach dem 1. Weltkrieg durch Ankauf der Mineraliensammlung von Alfeld.

 

Der überwiegende Teil der Bestände gelangte nach der Auflösung an das Deutsche Bergbau-Museum; kleinere Teile verblieben in der Bergschule und überkamen so auf die TH Georg Agricola. An die Ära der WBK erinnern vor allem Fossilien, Gesteine und Minerale aus den Steinkohlenzechen des Ruhrgebiets, eine Sammlung von Anschliffen (meist Kohle, seltener Erze) und Dünnschliffen, aber auch geologische Reliefs, Modelle und Wandkarten sowie Abgüsse von Fossilien (Abb. 1). Auch die im Treppenhaus ausgestellten Skelette eines Ichthyosauriers (Abb. 2) und eines Höhlenbären (Abb. 3) entstammen dieser Ära.

 

Bemerkenswert sind die zu Beginn der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts von der WBK entwickelten Sammlungsschränke mit aufgesetzten Pultvitrinen sowie einige Stücke aus der Mineraliensammlung, die die WBK kurz nach 1950 vom Markscheider Dr. W. Schmidt in Kamen ankaufte.

Sammlungsetikett von Sphalerit (Zinkblende), Zeche Graf Moltke, Gladbeck, gestiftet 1952 von Bergschüler Gries, Kl. V
Abb. 1. Der größte Ammonit der Welt: Parapuzosia (Parapuzosia) seppenradensis (Landois). Dülmen-Formation, Untercampan. Seppenrade, Münsterland (Abguß). Fossil des Jahres 2008
Abb. 2. Ursus spelaeus ROSENMÜLLER 1794, Geßhardt-Höhle, Lüdenscheid (Sauerland).
Abb. 3. 3,10 m langes Skelett des Ichthyosauriers Stenopterygius quadriscissus (QUENSTEDT 1856). Lias e;, Holzmaden in Württemberg.

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Sammlung Mineral. Baustoffe, Keramikprodukte
Sammlung Naturwerksteine, Kalksteinplatten

Mit der Einführung der Studienrichtungen "Steine und Erden" (1990) sowie "Geotechnik und Angewandte Geologie" (1994) hat sich der Ausbildungsschwerpunkt erneut verschoben. Seinen Niederschlag fand dies in der Anlage neuer Teilsammlungen (Steine-und-Erden-Rohstoffe, Naturwerksteine, Mineralische Baustoffe). In den Jahren nach 2002 wurden die Sammlungen neu geordnet und aufgestellt. Im Jahr 2016 wurden große Teile der lagerstättenkundlichen Schausammlung des Deutschen Bergbau-Museums Bochum temporär in die Räume der TH Georg Agricola überführt.

 

 

Literatur zur Geschichte der Geologischen Sammlung

Bäumler (1866): Erster Jahres-Bericht über die vereinigte Bergschule zu Bochum. Schuljahr 1865–66. – 13 S.; Bochum (Wilh. Stumpf).

Geologisches Institut der Westfälischen Berggewerkschaftskasse (Hrsg.) (1951): Aus dem Geologischen Museum des Ruhrbergbaues. – 15 S., 81 Abb.; Herne (C. Th. Kartenberg).

Geologisches Institut der Westfälischen Berggewerkschaftskasse (Hrsg.) (1954): Aus dem Geologischen Museum des Ruhrbergbaues zu Bochum (2. Aufl.). – 15 S., 85 Abb.; Herne (C. Th. Kartenberg).

Geologisches Institut der Westfälischen Berggewerkschaftskasse (Hrsg.) (1967): Aus dem Geologischen Museum des Ruhrbergbaues zu Bochum (3. Aufl.). – 10 S. + Tafelteil mit 81 Abb.; Herne (C. Th. Kartenberg).

Kroker, W. (1991): „Vitae non scholae …“. Die Bochumer Bergschule in den ersten 100 Jahren ihres Bestehens. – Anschnitt, 43 (6): 206-215, 3 Abb.; Bochum.

Kukuk, [P.] (1921): Das Geologische Museum zu Bochum. – Das Werk, Monatsblätter der Rheinelbe-Union, 1 (8) : 9–15, 11 Abb.; Düsseldorf.

Schunder, F. (1964): Lehre und Forschung im Dienste des Ruhrbergbaus. Westfälische Berggewerkschaftskasse 1864–1964. – 272 S., mehrere Taf. u. Kt.; Herne (C. Th. Kartenberg).

Semmler, W. (1955): Hundert Jahre geologisch-mineralogische Sammlung der Bergschule Essen. – Glückauf, 91: 1222-1229, 17 Abb.; Essen.

Volmer (1861): Bericht über die Thätigkeit und Leistungen der Märkischen Bergschule seit ihrer Reorganisation im Jahre 1854 bis Ende 1860. – 27 S.; Bochum (Wilh. Stumpf).

Volmer (1863): Zweiter Jahresbericht über die Märkische Bergschule, das Schuljahr 1861–62 umfassend. – 14 S.; Bochum (Wilh. Stumpf).

Volmer (1863): Hauptbericht über die Märkische Bergschule für das Schuljahr 1863–64. – Mskrpt., 18 S.; Bochum (Bibliothek der TH Georg Agricola).

Volmer [1864]: Hauptbericht über die Märkische Bergschule für das Schuljahr 1863–64. – Mskrpt., 18 S.; Bochum (Bibliothek der TH Georg Agricola).

Wolansky, D. (1962): Das Geologische Museum des Ruhrbergbaues zu Bochum. – Der Aufschluss, So.-H. 11: 88–97, 6 Abb.; Heidelberg.

Verwaltungsberichte der Westfälischen Berggewerkschaftskasse zu Bochum