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Grubenwasseranstieg in Dresden-Gittersee

Nachbergbau-Experten im Gespräch: Dietmar Renner und Carsten Wedekind (beide Wismut GmbH) mit Dr. Peter Goerke-Mallet, Karl Kleineberg und Sebastian Westermann (alle Forschungszentrum Nachbergbau), v.r.n.l. (Foto: TH)

Schon seit dem 16. Jahrhundert wurde im Döhlener Becken unweit von Dresden Steinkohle gewonnen. Ab Ende der 1960er Jahre nutzte die SDAG Wismut die Grube zur Förderung der uranhaltigen Steinkohle. Als im Zuge der deutschen Einheit der aktive Bergbau endete, wurde die bundeseigene Wismut GmbH mit der Stilllegung und Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranerzbergbaus und seiner Aufbereitung in den Freistaaten Sachsen und Thüringen beauftragt.

Ähnlich wie im Ruhrgebiet und im Saarland spielt in der Phase des Nachbergbaus der kontrollierte Grubenwasseranstieg auch hier eine zentrale Rolle. Die in den vergangenen Jahrzehnten erfolgte Flutung der Bergwerke im Revier Dresden-Gittersee wird in den kommenden Monaten vom Forschungszentrum Nachbergbau wissenschaftlich untersucht.

Die Studie soll einen Beitrag zur Bewertung von Grubenwasseranstiegs-Prozessen stillgelegter Bergwerke im Verantwortungsbereich der Wismut GmbH leisten. Grundlegende Erkenntnisse lassen sich aber auch auf andere Bergbaureviere übertragen. Schließlich haben die Experten am Döhlener Becken schon seit 25 Jahren Erfahrungen mit dem Grubenwasseranstieg:  Seit Mitte der 1990er Jahre ist dort intensiv untersucht worden, wie sich die Wasserwegsamkeiten in der Grube bei ansteigendem Grubenwasserspiegel verhalten. Dabei wurden auch die ausgelösten Bodenbewegungen an der Tagesoberfläche, also Nachsenkungen und Hebungen, messtechnisch erfasst.

Heute wird das Grubenwasser durch den 2014 in Betrieb genommenen Wismut-Stolln über den sogenannten Tiefen Elbstolln in die Elbe bei Dresden geleitet. Pro Stunde fallen rund 200 Kubikmeter Grubenwasser aus dem Gesamtrevier an. Die Wasserqualität ist ökologisch unbedenklich, so dass eine Aufbereitung nicht notwendig ist.