Ein Rückkehrer mit Visionen: Prof. Dr. Lars Niklas Josler Für Prof. Dr. Lars Niklas Josler ist die Berufung an die THGA eine Rückkehr zu den Wurzeln. Seinen Bachelor absolvierte er bereits hier an der Hochschule, bevor er für den Master an die Ruhr-Universität Bochum (RUB) wechselte. Der studierte Maschinenbauer hat seinen Schwerpunkt über die Jahre in die Elektrotechnik und Informationstechnik verlagert – eine ideale Kombination für die Robotik. „Die Robotik ist von sich aus ein interdisziplinäres Feld, deswegen ist dieser Wechsel für mich nicht ungewohnt“, so Josler, der zuvor bei Evonik im Bereich Automatisierung tätig war. Der Start an der THGA fühle sich für ihn „ein wenig wie nach Hause kommen“ an. Neben der Lehre, mit der er im April in sein erstes Semester startet, hat er große Pläne für den wissenschaftlichen Nachwuchs: Er strebt eine Mitgliedschaft im Promotionskolleg NRW (PK NRW) an, um künftig auch Promotionen direkt in seinem Fachbereich zu ermöglichen. tionierenden System agieren zu lassen“, so Josler. Dabei sucht er aktiv den Schulterschluss innerhalb der Hochschule. Besonders die Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Nachbergbau liegt nahe, dort sind Drohnen zum Beispiel bei der Vermessung im Einsatz. Josler will im neuen Labor nicht nur in die Nutzung, sondern tiefer in die komplexe Programmierung und Systemintegration einsteigen. KI als Werkzeug für schwieriges Terrain Ein besonderes Highlight der künftigen Forschung und Lehre ist die Verknüpfung von Hardware und Software. Mittels Machine Learning und Simulationen lernen die Maschinen, eigenständig Lösungen für komplexe Probleme zu finden. Ein konkretes Projekt schwebt Josler dabei auch schon vor: Der Bau eines Hexapods – eines sechsbeinigen Roboters. „Ein solcher Roboter kann durch unser Knowhow im Bereich Bergbau und Geologie als nützliches Tool im Tunnelbau oder im Bergbau eingesetzt werden“, erklärt der Professor. Der Clou: Durch KI soll die Maschine lernen, wie sie sich auf Schutt oder schwierigem Untergrund sicher vorwärtsbewegt. „Hier wollen wir in einem Bereich ansetzen, der auf dem Markt noch enormes Potenzial bietet.“ Forschung mit Praxisbezug Das Labor soll kein Elfenbeinturm sein. Schon jetzt sind erste Forschungsanträge mit namhaften Partnern wie der Feuerwehr Dortmund oder dem Spezialchemie- unternehmen Evonik auf dem Weg. „Mir ist es wichtig, dass wir von vornherein Forschung mit Partnern denken“, betont Josler. Davon profitieren vor allem die Bachelor- und Masterstudierenden und künftig auch Promovierende, die so bereits während des Studiums in den direkten Austausch mit der Industrie kommen. Um die Begeisterung für das Thema über die Vorlesungen hinaus zu fördern, plant Josler zudem die Wiederbelebung der Robotik AG. Dort können Studierende eigene Ideen umsetzen und sich frei entfalten. Auch wenn die Bauarbeiten noch bis Ende 2026 andauern, ist der Geist des Aufbruchs bereits deutlich spürbar. die adaptive Robotik ZUR PERSON „Wir bieten den Studierenden hier in Zukunft einen Raum, in dem sie sich austoben können, um in die Robotik reinzuschnuppern, aber auch um Dinge grundlegend weiterzuentwickeln.“ Prof. Lars Niklas Josler EDITORIAL INDEX WB I WB II GREMIEN/NACHHALTIGKEIT WB III FZN HIGHLIGHTS SCHLUSSWORT 27/54
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