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TH 2022 - Perspektiven der Hochschulentwicklung

Die TH wurde 1816 als führende Bildungseinrichtung für den Fachkräftenachwuchs im Steinkohlenbergbau gegründet. Beinahe 200 Jahre später sieht sie sich in der Verantwortung, den historischen Umbruch im Ruhrgebiet konstruktiv zu begleiten, der durch das Ende der Steinkohlenförderung im Jahr 2018 entsteht.

Die TH bündelt die wissenschaftliche Expertise auf dem Gebiet des Nachbergbaus in einem weltweit einzigartigen Forschungszentrum. Darüber hinaus arbeitet sie in Lehre, Forschung und Transfer zukunftsorientiert an einer nachhaltigen Entwicklung in den Bereichen Rohstoff, Energie und Umwelt, die den Menschen und Unternehmen in der Region zugute kommt und Beiträge zur Lösung globaler Probleme liefert.

Aus diesen Grundsätzen leitet die TH die fachlichen Kernkompetenzen ab, auf die sie ihre künftige Entwicklung fokussieren wird:

  • Nachhaltige Rohstoffgewinnung,
  • Materialeffizienz,
  • Smart Energy und Energieeffizienz,
  • Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit von Produkten und Prozessen,
  • Bewahrung des Erbes des deutschen Steinkohlenbergbaus (Wissenschaftscampus Bergbau).


Disziplinübergreifend ist die Integration von Technik, Ökonomie und sozialer Verantwortung handlungsleitend für die gesamte Forschung und Lehre. Dieser ganzheitliche, interdisziplinäre Ansatz steht in der Tradition unseres Namenspatrons, des Universalgelehrten Georg Agricola.

Ziel bei der Entwicklung der Lehre ist es, jungen Menschen insbesondere aus der Region Chancen durch Bildung zu ermöglichen und sie auf die Herausforderungen des Ingenieurberufs vorzubereiten. Die heimischen Unternehmen unterstützt die TH damit zugleich bei der Gewinnung dringend benötigter Fachkräfte.

Der demographische Wandel und die soziale Struktur des Ruhrgebiets bewirken, dass die jungen Menschen, die an der TH studieren, immer vielfältiger werden. Darauf stellt sich die TH ein, indem sie ihr Lehrangebot modernisiert, an die heterogenen Fähigkeiten und Anforderungen der Studierenden anpasst und Unterstützungsangebote entwickelt, um ihre Absolventinnen und Absolventen möglichst gut auf den Beruf vorzubereiten. Zur Förderung von Forschung und Weiterbildung arbeitet die TH mit dem Deutschen Bergbau-Museum im Georg Agricola Institut der Trägergesellschaft DMT-LB zusammen.

Die Entwicklung einer Hochschule realisiert sich auch in der Gestaltung des institutionellen Rahmens. Innerhalb dessen soll die TH als demokratische und soziale Hochschule organisatorisch weiterentwickelt werden. Internationalisierung und Integration sollen weiter gefördert, die Betreuungs- und Serviceleistungen optimiert werden. Das Qualitätsmanagement wird zur Umsetzung kontinuierlicher Verbesserung genutzt. Nicht zuletzt soll der traditionell enge Dialog mit Institutionen und Unternehmen sowie Entscheidungsträgern und Vertretern gesellschaftlicher Anspruchsgruppen vertrauensvoll fortgesetzt werden.

Nachhaltige Rohstoffgewinnung
Materialeffizienz
Smart Energy und Energieeffizienz
Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit von Produkten und Prozessen
Bewahrung des Erbes des deutschen Steinkohlenbergbaus (Wissenschaftscampus Bergbau)