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Welcome Day 2019: THGA begrüßt internationale Studierende auf dem Campus

11.11.2019

Früher Steiger, heute Aufsteiger: Die THGA bietet ihren internationalen Gaststudierenden und Menschen mit Fluchthintergrund neue Perspektiven.

Das Steigerlied in neuem Gewand: Begleitet von arabischer Kanun und Oud verbindet es Kulturen und Generationen.

Für sein besonderes Engagement erhält Mamadou Sow den DAAD-Preis der THGA.

„Glück auf, Glück auf…“ – aktuell ist das Steigerlied wieder in aller Munde und in den Medien: Soll die Hymne der Bergleute in die Liste der UNESCO aufgenommen werden? Ist der Song nicht nur Kult, sondern auch Kultur? Für die Studierenden der THGA ist es jedenfalls ein ganz besonderes Musikstück, das auch unterschiedliche Kulturen und Generationen miteinander verbinden kann. So wie beim diesjährigen Welcome Day der Hochschule. Am 7. November begrüßte die THGA ihre neuen internationalen Studierenden mit einer ungewöhnlichen Showeinlage: Studierende und ehemalige Bergleute sangen das traditionelle Steigerlied gemeinsam – aber dieses Mal ganz untraditionell begleitet von orientalischen Klängen.

Etwa ein Drittel der Studierenden, die sich in diesem Semester an der THGA eingeschrieben haben, sind sogenannte „Bildungsausländer“. Sie haben ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht in Deutschland erworben. Hinter dieser Statistik stehen 160 junge Menschen mit ganz unterschiedlichen, oft spannenden Lebensgeschichten und einem gemeinsamen Ziel: einem erfolgreichen Ingenieurstudium in Deutschland. Dafür kommen sie an die Bochumer THGA. Unter anderem aus Russland, Myanmar, Syrien oder Kamerun.

So wie Mamadou Sow. Der gebürtige Guineer studiert seit 2017 den Master „Mineral Resources and Process Engineering“ an der THGA. Seine Noten sind gut, der Abschluss kommt in greifbare Nähe. Trotzdem findet Mamadou neben dem Studium Zeit, sich sozial zu engagieren und seine Erfahrungen an andere Menschen mit Migrationshintergrund weiterzugeben – ob in einem Computerkurs für Flüchtlinge oder beim gemeinsamen Malen und Musizieren. Dafür erhielt Mamadou Sow jetzt den DAAD-Preis der THGA, der besondere Studienleistungen und ein hohes gemeinnütziges Engagement würdigt.
 
Außerdem zeichnete die Hochschule weitere internationale Studierende aus, die auf dem Weg zum erfolgreichen Studienabschluss sind. Jeweils ein STIBET-Abschlussstipendium, das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert wird, erhielten: Cedric-Wilfred Kamgaing Kamdom (Geoingenieurwesen und Nachbergbau), Natalia Lawrinjuk (Geotechnik und Angewandte Geologie), Pierre William Tamdjokwen Foka (Rohstoffingenieur), Aya Benbachir (Maschinenbau) und Özer Ramazan Tanver (Elektro- und Informationstechnik).

Neben den Gaststudierenden, die für eine begrenzte Zeit von ihrer Heimathochschule an die THGA wechseln, begrüßte die Hochschule auch die Studierenden mit Fluchthintergrund. Bereits seit 2016 bereitet die THGA diese Menschen in einem besonderen Programm auf ein Ingenieurstudium vor. „Wo früher die Fachkräfte für den Bergbau fit gemacht wurden, nämlich die so genannten Steiger, bilden wir heute Aufsteiger aus“, sagte THGA-Präsident Prof. Dr. Jürgen Kretschmann bei der Begrüßung. „An der THGA bieten wir ihnen die Möglichkeit, sich neue berufliche Perspektiven zu erarbeiten.“ Passend dazu gab er den neuen Namen des THGA-Programms bekannt – die „Perspektive AufSTEIGER“.

Redaktion: Carmen Tomlik

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