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THGA-Maschinenbaustudenten gewinnen INNOVACE2017 Wettbewerb

18.10.2017

André Weßling, Global Marketing Director der ACE Stoßdämpfer GmbH (2.v.r.) überreichte den INNOVACE Award an Marvin Just, Martin Haarmann, Alexander Mirsch und Jascha Monzner (v.l.) (Foto: ACE Stoßdämpfer GmbH)

Noch ist ihre Entwicklung nur eine Computersimulation: Alexander Mirsch, Jascha Monzner, Martin Haarmann und Marvin Just (v.l.) (Fotomontage: Projektteam)

Monitore begleiten uns in unserem Alltag wo wir gehen und stehen. Nicht immer sind sie so handlich wie ein Smartphone, nicht immer hat man eine Hand frei. Eine zugleich flexible und robuste Haltevorrichtung für zum Beispiel Tablets oder Flachbildfernseher haben Martin Haarmann, Marvin Just, Alexander Mirsch und Jascha Monzner konzipiert und damit den ersten Preis beim Studentenwettbewerb „INNOVACE2017“ der ACE Stoßdämpfer GmbH gewonnen. Die Studierenden der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA) überzeugten die Juroren durch ihre ebenso innovative wie anwendungstaugliche Neuinterpretation des Schwanenhals-Prinzips. Bei der gestrigen Preisverleihung am Unternehmenssitz in Langenfeld gab es für sie nicht nur Ruhm und Ehre, sondern auch ein respektables Preisgeld von 5.000 Euro. Ihr wissenschaftlicher Betreuer, Prof. Dr. Stefan Vöth aus dem Wissenschaftsbereich Maschinenbau und Materialwissenschaften der THGA durfte sich ebenfalls über ein Preisgeld von 2.000 Euro freuen.

Mit dem Handyhalter aus dem Elektromarkt, den Autofahrer für die Windschutzscheibe kennen, hat die Konstruktion der Bochumer Maschinenbaustudenten nur wenig gemein. Denn unter der edlen Metalloptik ihres Entwurfs steckt aufwändige mechanische Technik. Die ist auch nötig, um die anspruchsvolle Wettbewerbsaufgabe lösen zu können, die ACE im diesjährigen Studierendenwettbewerb gestellt hatte: Gesucht war eine Vorrichtung, die ein Gewicht von 5 kg über den maximalen Abstand von 1 m  zwischen zwei 4x4cm großen Kopfplatten halten kann, dabei in alle Richtungen verstellbar sein sollte und gegen Schwingungen gedämpft. „Auf einer so kleinen Baufläche gleichzeitig Flexibilität und feste Arretierung hinzubekommen, war schon eine anspruchsvolle Aufgabe“, sagt Marvin Just. Für welchen Zweck die Haltevorrichtung eingesetzt werden sollte, ließ die Wettbewerbsausschreibung zwar offen, für die THGA-Maschinenbauer lag die Anwendung als Tablethalter aber nahe. „Am meisten Zeit haben wir für die Sammlung und Auswahl von Ideen gebraucht“, erinnert sich Alexander Mirsch. Zwischen dem Start und der ausgereiften Entwicklung lag ein Semester intensive Teamarbeit, die den vieren am Ende nicht nur den Preis eingebracht hat, sondern auch Credit Points für die Lehrveranstaltung Konstruktionstechnik innerhalb ihres Studiums. „In dieser Lehrveranstaltung können sich die Studierenden ihr Thema zu Semesterbeginn frei wählen und dann als Projekt bearbeiten“, erklärt Professor Vöth. „Der INNOVACE- Wettbewerb hat dazu bestens gepasst und die Studierenden haben ihre Aufgabe hervorragend gemeistert.“.

Schritt für Schritt haben Haarmann, Just, Mirsch und Monzner die verschiedenen Anforderungen – Arretierung, Flexibiliät, Dämpfung, Haltekraft, Betätigungsart – analysiert und die jeweils beste technische Lösung erarbeitet. Das Ergebnis: In jedem einzelnen Aluminiumelement des von ihnen konzipierten Schwanenhalses steckt ein Kugelgelenk, das von einer Feder fest in Position gehalten wird. Mittels eines Bowdenzugs kann diese Klemmkraft gelöst werden. Kniehebel in jedem Element sowie ein Miniaturflaschenzug sorgen dafür, dass die insgesamt 7850 N Haltekraft (entsprechend ca. 785 Kg Gewicht), die für den stabilen Halt erforderlich sind, auch von Normalsterblichen mühelos gelöst werden können, um den Monitor in die gewünschte Position zu bringen. Ihren Entwurf haben die vier Preisträger bis zu den produktionsreifen Fertigungszeichnungen ausgearbeitet.

Der Wettbewerb INNOVACE wendet sich an wissenschaftlich betreute Studententeams der Fachrichtung „Konstruktion im Maschinenbau“ von Universitäten und Fachhochschulen. Die THGA-Studierenden sind die ersten Preisträger des 2017 erstmals ausgetragenen Wettbewerbs.

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