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THGA erhält Fördergelder in Höhe 1,5 Millionen zur Gewinnung von professoralem Personal

20.05.2021

Großes Ziel: Nachwuchs für Wissenschaft und Forschung, Bild: THGA/Wiciok

Im Rahmen des Bund-Länder-Programms „FH-Personal“ erhält die Technische Hochschule Georg Agricola (THGA) innerhalb der nächsten sechs Jahre eine Förderung von rund 1,5 Millionen Euro. Damit zählt sie zu den 64 Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW), die ab dem Frühjahr 2021 von der Förderung für die Gewinnung und Qualifizierung von professoralen Personal profitieren. Überzeugen konnte die THGA mit ihrem Konzept „ProF@THGA: Professors for the Future“ und zählt zu den Gewinnern der ersten Auswahlrunde.

Mit dem Projekt verfolgt die Hochschule das Ziel, neue Wege in der Gewinnung und Entwicklung von professoralen Personal zu gehen, um damit zukünftig alle Professuren rechtzeitig und mit hochqualifiziertem und für die Hochschule bestens geeignetem Personal besetzen zu können.
Was einfach klingt, ist in der Realität eine Herausforderung. Anders als an Universitäten, gibt es an HAW keine definierten wissenschaftlichen Karrierepfade bis hin zur Fachhochschulprofessur. Neben einer Promotion ist Berufserfahrung außerhalb der Hochschule eine wesentliche Voraussetzung, um auf eine Professur berufen werden zu können. Deswegen wird professorales Personal überwiegend aus der außerhochschulischen Berufspraxis rekrutiert. In den Ingenieurwissenschaften kommt erschwerend hinzu, dass Wirtschaftsunternehmen und andere Hochschulen eine große Konkurrenz im Wettbewerb um bestes Personal darstellen.
„Um auch zukünftig unsere gute Reputation im Hinblick auf eine qualitativ hochwertige Ingenieursausbildung sicherzustellen, ist die Umsetzung unseres Konzepts „ProF@THGA“ ein ganz wichtiger Schritt“, freut sich THGA-Präsident Professor Dr. Jürgen Kretschmann über die Zusage von Bund und Ländern.  

Neben der Erprobung neuer Rekrutierungswege für Professor*innen, besteht eine wesentliche Maßnahme in der Einrichtung zusätzlicher Promotions- und Postdoc-Stellen in den drei Wissenschaftsbereichen der Hochschule. Mittels dieser Stellen sollen Modelle und Strukturen entwickelt und getestet werden, die langfristig eine wissenschaftliche Karriere an der THGA ermöglichen. Die Etablierung des Karrierepfads „FH-Professur“ ist dabei das Ziel.
Die Schaffung einer übergeordneten Dachstruktur für alle Promovierenden der Hochschule soll Möglichkeiten zur überfachlichen Qualifizierung und zur gegenseitigen Vernetzung schaffen. Neben kooperativen Promotionen wird die THGA auch Promotionen mit dem Promotionskolleg NRW durchführen.
Für die Postdoc-Phase, also die Weiterbildungs- und Forschungszeit zwischen Promotion und Professur, steht die Testung und Etablierung von Tandem-Programmen im Mittelpunkt, in deren Rahmen eine wissenschaftliche Tätigkeit an der THGA und eine gleichzeitige Beschäftigung in einem kooperierenden Unternehmen ermöglicht wird. Mehrere Kooperationspartner konnten hierfür gewonnen werden.
Weitere Teilmaßnahmen sind angedacht, um die Attraktivität der Professur an der THGA zu erhöhen und die Hochschule insgesamt als Arbeitgeber sichtbarer zu machen und das insbesondere für Frauen und Wissenschaftler*innen mit internationalen Hintergrund, die in der Gruppe der Professor*innen noch immer unterrepräsentiert sind.

Hierfür stehen der Hochschule innerhalb der nächsten sechs Jahre eine Förderung von rund 1,5 Millionen Euro. Hinzu kommen Projektpartner, die im Rahmen der Zusammenarbeit ebenfalls eine Förderung erhalten werden.
Insgesamt stellen Bund und Länder in den kommenden acht Jahren ca. 430 Mio. Euro zur bereit, um Hochschulen für angewandte Wissenschaften in der Entwicklung und Umsetzung ihrer Personalgewinnungskonzepte zu unterstützen. Bund und Länder verfolgen mit dem Förderprogramm „FH-Personal“ das Ziel, Fachhochschulen in ihrer spezifischen Rolle für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Deutschland zu stärken und damit insgesamt zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit des deutschen Hochschulsystems beizutragen.


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