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Sicherheit für Sibirien: Internationale Perspektiven für THGA-Maschinenbau

05.05.2017

Steinkohlentagebau Kedrovskii in der Kuzbass Region (Foto: S.Vöth)

Prof. Dr. Stefan Vöth mit Prof. Dr. Maxim A. Tyulenev, Prof. Dr. Sergey A. Zhironkin (beide Institut für Bergbau, Lehrstuhl Tagebau) und Prof. Dr. Irina Semikina (Direktorin des Instituts für Energietechnik) von der KuzSTU (v.l., Foto: KuzSTU)

Wo mineralische Rohstoffe gewonnen werden, ist harter Einsatz gefragt. Maschinen in der Gewinnungstechnik sind extremen äußeren Einflüssen und Belastungen ausgesetzt, wenn es darum geht, Kohle, Erze oder andere begehrte Ressourcen aus dem Fels zu lösen. Die Technische Hochschule Georg Agricola (THGA) baut zurzeit einen Prüfstand auf, auf dem die Antriebstechnik für solche hoch beanspruchten Maschinen getestet werden kann. So können Sicherheitskupplungen geprüft werden, welche die Maschine bei Überlastung vor größeren Schäden bewahren. Die Expertise der THGA ist auch international gefragt: Auf der Tagung „Innovative Technologien im Bergbau“ an der Kuzbass Staatlichen Technischen Universität (KuzSTU) sprach Prof. Dr. Stefan Vöth vom Wissenschaftsbereich Maschinenbau und Materialwissenschaften der THGA über die neuen technischen Untersuchungsmöglichkeiten und dem damit verbundenen Kooperationspotential. Die THGA und die KuzSTU im sibirischen Kemerowo sind seit 2012 Partnerhochschulen.

In der Kuzbass-Region wird Steinkohle zum größten Teil im Tagebau gewonnen. Mit zunehmenden Abbautiefen stößt man dabei in geologisch schwierigere Zonen vor. „Material, Mechanik und Steuerungstechnik der Bergbaumaschinen werden bei solchen Bedingungen mit neuen Anforderungen konfrontiert“, sagt Professor Vöth. „Es ist wichtig, dass alle Bauteile und Funktionen zuverlässig arbeiten. Denn ein Versagen kann zu teuren Produktionsausfällen führen und zum Sicherheitsrisiko werden.“ Die Experten für Bergbaumaschinen an der KuzSTU arbeiten eng mit der regionalen Industrie zusammen. „Mit den Kollegen von der KuzSTU haben wir einen sehr spannenden Austausch, weil beide Seiten sehr anwendungsnah forschen und lehren“, so Vöth. „Unser neuer Prüfstand hier in Bochum bietet gute Voraussetzungen für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte.“
Auch auf personeller Ebene gibt es neue Pläne für die Zusammenarbeit zwischen THGA und KuzSTU: Ein Wissenschaftler und ein Student der KuzSTU werden das kommende Wintersemester als Gäste an der THGA verbringen.

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Tel.: (0234) 968 3334