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Ingenieure mit Hingabe: THGA vergibt Deutschlandstipendien an engagierte Studierende

13.03.2017

Verdiente Auszeichnung (v.l.n.r.): Alexander Klur, Saskia Siegert und Chikuru Kassengera präsentieren stolz ihre Urkunden für das Deutschlandstipendium.

Freuen sich über so viel Unterstützung: Die Deutschlandstipendiaten an der THGA mit Prof. Dr. Jochen Arthkamp und Anja Hamer vom Career Service der Hochschule (außen).

Sie sind die Überflieger, die Aktiven, die Engagierten: Für ihre besonderen Leistungen zeichnete die Technische Hochschule Georg Agricola (THGA) jetzt zehn Studierende mit dem Deutschlandstipendium aus. Ein ganzes Jahr werden sie mit 300 Euro monatlich gefördert – und so in ihrem Studienalltag unterstützt. Die Stipendien werden jeweils zur Hälfte aus Mitteln des Bundes und aus Mitteln privater Förderer finanziert. An der THGA konnte die Anzahl der Deutschlandstipendien mit Unterstützung der RAG-Stiftung auf nun zehn Plätze erhöht werden.

Aus 63 Bewerbern an der Hochschule wurden die besten zehn ausgewählt. Ihre Argumente waren so überzeugend, dass sich die Jury schnell einig wurde, berichtet Prof. Dr. Jochen Arthkamp, Vizepräsident für Studium und Lehre an der THGA: „Unsere Stipendiaten sind junge Menschen, die nicht ‚einfach nur‘ studieren und gute Noten haben, sondern sich nebenbei noch um Familie und Beruf kümmern oder sozial engagiert sind. Diese Energie wollen wir als Technische Hochschule besonders unterstützen.“ Anja Hamer, die an der THGA für den Career Service und die Betreuung der Stipendiaten zuständig ist, ergänzt: „Auch persönliche Umstände, die sich zum Beispiel aus der familiären Herkunft oder einem Migrationshintergrund ergeben, haben wir bei der Auswahl berücksichtigt.“

Einer der Ausgezeichneten ist Alexander Klur. Er gehört nicht nur zu den Einser-Kandidaten in seinem Studiengang Angewandte Materialwissenschaften, am Wochenende trägt er die „1“ sogar auf dem Rücken. Der 24-Jährige ist Torwart beim Kirchhörder SC, spielt Westfalenliga und kümmert sich auch um den sportlichen Nachwuchs. Für den FLVW (Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen) trainiert und scoutet er junge Torwart-Talente. „Ich möchte Kindern und Jugendlichen dabei helfen, sich weiterzuentwickeln und ihr Potential voll auszuspielen.“ So wechseln sich Trainings und Videoanalysen am Wochenende mit Vorlesungen und Laborprojekten an der THGA ab. Auf dem Campus gibt er zusätzlich als als Tutor sein Fachwissen an Hochschul-Einsteiger weiter. Wegen seines großen Engagements erhält Alexander Klur sogar bereits zum zweiten Mal das Deutschlandstipendium.

Auch Saskia Siegert studiert Angewandte Materialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Metallische Werkstoffe. Zuvor hatte die junge Frau aus Ostwestfalen bereits eine Ausbildung zur Werkstoffprüferin abgeschlossen. Diese Vorkenntnisse zahlen sich jetzt aus: „Meine praktischen Erfahrungen helfen mir im Studium sehr. An der THGA nutze ich die Möglichkeit, mein Wissen über Materialien noch zu vertiefen und mich weiter zu qualifizieren.“ Denn Saskia Siegert weiß: Ohne High-Tech-Materialien kommt heute kein technisches Produkt, keine Maschine oder Anlage mehr aus. Die Job-Aussichten sind also optimal. Und auch abseits der Karriere – nämlich musikalisch – steht 'Metal' bei Saskia Siegert hoch im Kurs. So oft es geht, fährt sie auf Festivals und Konzerte.

Bereits mitten im Master-Studium steckt Chikuru Kassengera: Er studiert nicht nur berufsbegleitend Maschinenbau, sondern kümmert sich als alleinerziehender Vater auch um seine zwei kleinen Kinder. „Es ist alles eine Sache der Wochenplanung. Neben Job und Studium organisiere ich Babysitter, gehe auf Elternabende oder fahre meinen Sohn zum Fußballtraining – das flexible Studium an der THGA hilft mir dabei sehr“, sagt der 39-Jährige, der gebürtig aus dem Kongo kommt. Was er jetzt mit dem Stipendien-Geld anfangen will? „Bald werde ich viel Zeit mit meiner Master-Arbeit verbringen. Da kommt die Unterstützung sehr gelegen. Außerdem würde ich gerne mal wieder in den Kongo reisen“, sagt Chikuru Kassengera. Dort war er schon seit mehr als sechs Jahren nicht mehr. Und wenn er nach Hause kommt, hat er einiges im Gepäck: „Ich möchte die Kinder in meiner Heimat unterstützen und an den Schulen Stifte, Radiergummis oder Schreibblöcke verteilen. Oft fehlt es an allem und das möchte ich ändern.“

Redaktion: Carmen Tomlik

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