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Heritage Conversation Center Ruhr arbeitet für den Erhalt von industriekulturellen Objekten

12.02.2021

Skulpturenpark auf dem Gelände des UNESCO-Welterbe Zollverein | Foto: Helena Grebe

Denkmalpflege ist eine stete Herausforderung – im Bereich industriekultureller Objekte wächst sie zusätzlich mit der Komplexität der zu bewahrenden Gegenstände. Das gilt insbesondere für technische Objekte des Steinkohlenbergbaus und Hüttenwesens. Im Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen (DBM), arbeitet nun ein interdisziplinäres Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, darunter Expertinnen und Experten der THGA, im Heritage Conservation Center Ruhr (hcc.ruhr) daran, auf materialwissenschaftlicher Basis die Erhaltung und Konservierung dieser Objekte auf ein gesichertes Fundament zu stellen. Zugleich gilt es, durch die Vernetzung von Akteuren aus Wissenschaft, Bergbau und Kultur einen gemeinsamen, umfassenden Wissenspool aufzubauen.

"Mit dem hcc.ruhr kooperieren nicht nur die Technische Hochschule Georg Agricola und das Deutsche Bergbau-Museum Bochum erstmals umfassend miteinander. Wir schaffen es damit, außeruniversitäre Forschung und Hochschullehre symbiotisch miteinander zu verbinden und die Öffentlichkeit für die Bewahrung von Industriekultur zu sensibilisieren", sagt Prof. Dr. Michael Prange, Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Transfer an der THGA und Forschungsbereichsleiter Materialkunde & Forschungslabor am DBM.

Denn: Für den Austausch zur Erhaltung von Industriedenkmalen werden sowohl Expertinnen und Experten der unterschiedlichen Fachrichtungen – wie Denkmalpflege, Architektur, Technikgeschichte, Materialwissenschaften, Konservierungsforschung oder Restaurierung – als auch Citizen Scientists und interessierte Bürgerinnen und Bürgern adressiert. Die Förderung und der Ausbau dieses interdisziplinären Austauschs stehen im Vordergrund. Bestandteile des Projektes sind neben fundierten wissenschaftlichen Untersuchungen und Analysen, die für zukünftige Vorhaben entsprechende Erkenntnisse liefern, daher auch der Ausbau einer Website sowie Formate zum Wissenstransfer und Dialog.

"Als Deutsches Bergbau-Museum Bochum sind wir dem Auftrag verpflichtet, das materielle Erbe des Bergbaus zu sammeln, zu bewahren, zu erforschen, auszustellen und zu vermitteln", so Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff, Direktor des DBM. "Mit dem hcc.ruhr bekommt unsere Arbeit einen neuen wertvollen Baustein, um gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern in der Ruhrregion und darüber hinaus Fragen der Konservierung und des Erhaltens des industriekulturellen Erbes interdisziplinär vernetzt beantworten zu können."

Das Projekt hcc.ruhr ist vorerst auf drei Jahre angelegt. Gefördert wird es von der Leibniz-Gemeinschaft. Im Mittelpunkt steht dabei die Sammlung und Verbreitung des Wissens aus den Ingenieurwissenschaften, der Chemie und den Kulturwissenschaften. Die THGA steht dem DBM als Hauptkooperationspartner zur Seite, bietet das wissenschaftliche Forschungsumfeld und die akademische Ausbildung. Begleitend zum Projekt wird daher der Masterstudiengang "Material Engineering and Industrial Heritage Conservation" an der Hochschule eingerichtet, für den das hcc.ruhr Inhalte und Praxiselemente liefern wird. Neben der THGA ist die Stiftung Zollverein nicht nur ein weiterer Kooperations- und Netzwerkpartner, sondern als UNESCO-Welterbe Zollverein selbst ein bedeutender industriekultureller Forschungsgegenstand. So wird auf dem Gelände ein Ort des Austauschs entstehen, der mit vielfältigen Formaten für Wissenstransfer sorgt und an dem das industriekulturelle Erbe Zollverein materialwisschenschaftlich beforscht wird.

Weitere Informationen zum Heritage Conservation Center Ruhr erhalten Sie auf der Projektwebsite.

Kontakt

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: presse(at) thga.de
Tel.: (0234) 968 3334