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Blick über den kulturellen Tellerrand: THGA unterzeichnet Kooperationsvertrag mit Bochumer Ehrenamtsagentur

17.12.2020

Unterzeichneten den Kooperationsvertrag: bea-Geschäftsführer Uwe van der Lely (l.) und THGA-Präsident Professor Dr. Jürgen Kretschmann.

Bereits vor der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung fand das erste Sprachcafé mit vier Ehrenamtlichen und vier internationalen THGA-Studierenden per Zoom-Konferenz statt.

Internationale THGA-Studierende mit Menschen aus Bochum in Kontakt zu bringen, die die Neuankömmlinge nach ihrer Ankunft in Deutschland ehrenamtlich begleiten – das ist das Ziel der Tandempatenschaften, die nun im Rahmen einer Kooperation zwischen der THGA und der Bochumer Ehrenamtsagentur (bea) umgesetzt werden.

Noch vor Unterzeichnung des Kooperationsvertrags fand bereits am vergangenen Dienstag, 15. Dezember, das erste Sprachcafé per Zoom-Konferenz statt, in dem sich Studierende und Bochumer Bürgerinnen und Bürger kennenlernen konnten. Das gemeinsame Projekt soll das Ankommen in der Region und das Erlernen der deutschen Sprache erleichtern sowie die interkulturelle Kommunikation fördern. An dem Zoom-Treffen nahmen vier Ehrenamtliche zwischen 20 und 68 Jahren und vier THGA-Studierende teil.

Im Fokus des Treffens stand der ungezwungene Austausch: In Kleingruppen lernten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spielerisch kennen; ein Quiz zu Sprichwörtern machte deutlich, was wörtlich übersetzt häufig keinen Sinn ergibt. Vor allem aber wurde eines: miteinander geredet – teils noch zögerlich, teils entschlossen. "Wie notwendig Gesprächspartner*innen sind, um eine Sprache wirklich zu erlernen, kann man sich gut vorstellen. Ich denke, dass eine Sprache erst dann zur 'Herzenssprache' wird, wenn die eigenen Gefühle mitgeteilt und Humor geäußert werden können", so Ahmetaj, ein Ehrenamtlicher von der bea. Viele Studierende hätten bisher kaum oder gar keinen Kontakt zu deutschsprachigen Menschen.

An der THGA wird das Projekt vom Competence Empowerment Center (CEC) begleitet. CEC-Leiterin Dr. Katrin Oemmelen sieht in den Patenschaften eine einmalige Chance für die Studierenden, Kontakte außerhalb der Hochschule zu knüpfen, den Alltag der Menschen und ihre Sprache kennenzulernen. "Mein Ziel ist es, die Internationalen fit zu machen für den deutschen Arbeitsmarkt. Dazu müssen sie einfach die Sprache verstehen und selbst sprechen können. Daher profitieren die Studierenden ungemein von den Patenschaften", so Oemmelen. "Umgekehrt eröffnen sie aber auch Einblicke in die Kultur ihrer Herkunftsländer. Für alle ist dies ein spannender Blick über den kulturellen Tellerrand."

Nach dem erfolgreichen Auftakt durch das virtuelle Sprachcafé folgte nun die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen THGA-Präsident Prof. Dr. Jürgen Kretschmann und Uwe van der Lely, Geschäftsführer der Bochumer Ehrenamtsagentur. Für die THGA ist die Kooperation ein wichtiger ergänzender Schritt in ihrem Einsatz zur Integration ausländischer Studierender. Die Integration von Fremden und der Aufstieg durch Bildung sind wesentliche Bestandteile der Hochschultradition. "Obwohl wir schon lange keine Steiger mehr ausbilden und heute als ingenieurwissenschaftliche Fachhochschule junge Menschen dazu befähigen, komplexe Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen von Morgen zu entwickeln, so ist es nach wie vor zentral für uns, allen Menschen diesen Zugang zu ermöglichen – ungeachtet ihrer sozialen und geografischen Herkunft", so Prof. Kretschmann. "Die Nachteile, die ausländische Studierende haben, gleichen wir mit speziellen Beratungs- und Förderangeboten wie diesem aus."
Zukünftig sind drei weitere Treffen geplant, das nächste im Januar. Der genaue Termin wird noch veröffentlicht. Wenn es die Corona-Lage wieder zulässt, wollen sich alle Beteiligten auch persönlich treffen. Weitere nationale und internationale Interessierte sind herzlich willkommen!

Redaktion: Martina Kiphardt

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