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Beste Abschlussarbeit der Tagung: THGA-Student erhält Oskar-Niemczyk-Preis in Österreich

10.10.2017

Ausgezeichnet für sein innovatives Monitoringsystem (v.l.n.r.): Laudator Prof. Christian Melchers vergibt den Oskar-Niemczyk-Preis an THGA-Absolvent Stefan Schnell. (© RAG)

Wie lässt sich die Welt dauerhaft mit Energie versorgen? Und wie gelingt in Zukunft ein nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen? Darüber tauschen sich Experten regelmäßig auf der Tagung „Bergbau, Energie und Rohstoffe“ des Deutschen Markscheider-Vereins (DMV) aus. In diesem Jahr fand das Treffen an der Montanuniversität im österreichischen Leoben statt. Auch Fachleute der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA) nutzten das Forum zum gegenseitigen Austausch. Stefan Schnell, Absolvent des berufsbegleitenden Master-Studiengangs „Geoingenieurwesen und Nachbergbau“ der THGA, wurde für sein innovatives Monitoringsystem „Mineberry“ mit dem Oskar-Niemczyk-Preis ausgezeichnet. 2019 kommt die Tagung erstmals an die THGA nach Bochum.

Das durchdachte Konzept von Stefan Schnell konnte die Fachjury überzeugen: Der 37-Jährige entwickelte für seine Masterarbeit ein Überwachungssystem, mit dem Tagesöffnungen des Altbergbaus kontrolliert werden können. Vor allem im südlichen Ruhrgebiet sind solche, teils jahrhundertealte Öffnungen des oberflächennahen Bergbaus zu finden. Stefan Schnells Arbeitgeber, die RAG, überwacht hier rund 4000 alte Schächte. Jährlich werden etwa 20 von ihnen saniert. „Der große Umfang an Hinterlassenschaften lässt eine sofortige Generalüberholung aller Objekte nicht zu, so dass übergangsweise Überwachungstechniken nötig werden“, erklärt Stefan Schnell seine Idee, die er gemeinsam mit Elektroingenieuren der THGA entwickelt hat. Die Sensoren seines Systems „Mineberry“ erkennen kleinste Veränderungen oder Bodenbewegungen an der Oberfläche. „Sollte etwas absacken, erhält der verantwortliche Techniker sofort ein Live-Bild auf sein Handy. Angetrieben wird alles von umweltfreundlichen Solarzellen.“ Der Leitfaden in Stefan Schnells Masterarbeit soll künftig als Grundlage bei der Umsetzung solcher Überwachungssysteme dienen.

Zur Förderung des Markscheidewesens wurde 1961 die dem DMV nahestehende Oskar-Niemczyk-Stiftung gegründet. Die nach dem großen Lehrer und Forscher benannte Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet des Markscheidewesens und der Bergschadenkunde zu unterstützen und herausragende Diplomarbeiten auszuzeichnen.

Save the date: Tagung Bergbau, Energie und Rohstoffe 2019
am 11.-13. September 2019 an der THGA, Bochum


Die THGA, an der seit 200 Jahren der nachhaltige Umgang mit Rohstoffen und Energie gelehrt wird, ist 2019 erstmals Ausrichter der Tagung „Bergbau, Energie und Rohstoffe“. Mit der Veranstaltung fördert die Hochschule den fachlich-interdisziplinären Austausch aktueller technischer und geowissenschaftlicher Aspekte zur Energie- und Rohstoffversorgung. Zielgruppe sind Experten aus den Bereichen Energie, Bergbau, Geowissenschaften, Geotechnik, Markscheidewesen sowie Berg- und Energierecht, von Unternehmen der Energieversorgung, Rohstoffgewinnung, Behörden, Ingenieurbüros sowie Lehr- und Forschungseinrichtungen.

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